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Eine Walkjacke mit Grobstrickbündchen nähen

Walk ist im Winter sicher eines meiner favorisierten Materialien. Ich mag einfach alles an ihm: Walk hält warm, schmiegt sich an den Körper aber ohne einzuengen. Die Farben kommen in der Wolle schön strahlend raus und Walk kann mit offenen Kanten verarbeitet werden. Ja Du liest richtig – die Schneidekanten der Walkjacke fransen nicht aus – müssen also auch nicht versäubert werden. Walkstoffe sind ja gestrickt und laufen dann durch weitere manuelle Bearbeitung etwas ein, wodurch sich die Fasern noch mehr verbinden – vergleichbar mit einem Wollpulli, den man  zu heiß wäscht – so entsteht die typische Walkqualität.

Schneestern am Pulli: handgestickt mit weißer Wolle

Die Kragenverarbeitung mit dem Grobstrickbündchen ist zugegeben etwas aufwendig: Das Bündchen habe ich zwischengefasst und die Schnittkanten nochmal mit Walk benäht. Sehr schön sieht man hier auch die mit einem 1,5 cm breiten aus Walk geschnittenen Streifen – benähte Reißverschlussinnenkante. Alternativ könnte man das Bündchen doppelt nehmen und gleich mit dem Zipp verstürzen, so wie es die Nähanleitung vorsieht. Dann würde es am Haaransatz auch nicht so einklappen (was ich aber nicht schlimm finde).

2-Wege Reissverschluß! Sehr praktisch – vor allem beim Autofahren. Verstecktes Ärmelbündchen ebenfalls aus Strick.
Rückenlänge 86 cm (gemessen ab Unterkante Kragen bis Saum bei einer Körpergröße von 163 cm

Das Rückenteil hat keine Abnäher. Hier sieht man sehr schön die Struktur des Walkstoffes.

 

Schnittmuster, Konfektionsgröße und Stoffdetails

Die Walkjacke habe ich nach meinem Schnittmuster KAJOSCHKA_B in der Größe 42 genäht. Die Grobstrickbündchen sind aus Bio-Baumwolle, es  gibt sie fertig in vielen Farben zu kaufen. Der Walkstoff ist eine italienische Qualität aus reiner Schurwolle. Auf Nachfrage bei Anita Pavani Stoffe kommt die Wolle aus Südamerika aus Mulesingfreier Tierhaltung. Der Walk wurde mir testweise zur Verfügung gestellt. Er ist einfach zu verarbeiten, die Oberfläche ist typisch wollig flauschig. Nicht zu vergleichen mit den teilweise sehr kratzigen Qualitäten, die oftmals auch als Walk angeboten werden (Kampfpreise + Polyesterbeimischungen gesehen z.B. am Stoffmarkt Holland). Mit Euro 39,90 der Meter (Breite 1,30 m) liegt der Stoff preislich im Mittelfeld von Walkstoffen. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Was hat die Jacke gekostet

Walk                                                                            € 71,82 (Verbrauch 1,80 m + € 39,90)

Strickbündchen cuff me (Biostrickbündchen)   € 17,98 ( 2 x € 8,99)

Reißverschluss YKK                                                  € 7,95

Garn, Kantenband                                                     € 3,– (pauschal)

GESAMTMATERIALAUSGABEN                     € 100,75

Technische Details  – Verarbeitung

Zuschnitt: Sehr Wichtig! Bestimme die rechte Seite – mir gefällt die wollige leicht angerauhte besser, diese habe ich als rechte Seite gewählt.

Bügeln: Vorsichtig mit etwas Dampf und Wolleinstellung.

Das Bündchen (7 cm fertige Breite) liegt durch die spezielle Verarbeitung mit dem aufgesteppten Stoffstreifen ganz glatt. Außerdem: Der Saum wurde nicht eingeschlagen, er ist ohne Nahtzugabe zugeschnitten und ebenfalls nur glatt aufgesteppt.

Weitere Details:

Der Reißverschlussanhänger ist aus Leder mit Knopflochstich besteppt. Der Stepp wiederholt sich in der Kontrastfarbe auch am Ärmelsaum. Namensetikett ebenfalls Leder.

 

Weitere Verarbeitungstipps zu Walk (Zuschnitt etc.)

Über dieses Thema habe ich in anderem Blogbeitrag ausführlich geschrieben. HIER kannst Du es nachlesen.

 

Mein Fazit:

Ich weiß nicht, ob es die Fotos ausdrücken, aber ich fühle mich pudelwohl in meiner neuen Jacke. Damit verträgt man locker Temperaturen um die Null Grad Celsius. Eine ideales Bekleidungsstück also für nicht ganz so kalte Tage bzw. die Übergangszeit.

 

Wie stehst Du zu Walk? Hast Du Erfahrungen mit der Verarbeitung und dem Tragekomfort gemacht?

Vielen Dank fürs Lesen meines Artikels. Ich habe versucht mich so kurz wie möglich zu fassen 🙂

 

Es grüßt Euch freundlich

 

 

 

 

 

Wo findest Du die Zutaten:

Schnittmuster: JACKE KAJOSCHKA_B (derzeit günstiger weil Schnittmuster des Monats) >KLICK<

Walkstoff: von Anita Pavani www.naturstoff.de >KLICK<

Bündchen: cuff me cosy Grobstrickbündchen von Albstoffe

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Rums

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Jeanstunika mit besonderen Details – Blusenshirt Kim_B

Liebe LeserIn,

gestern habe ich mich in der Vorankündigung des heutigen Beitrages ja mal wieder ordentlich aus dem Fenster gelehnt. Wo ist denn jetzt das Star Trek Kostüm? Na guck doch mal: DA 😀 . Mit Gürtel und Laserpistole (die Frisur paßt eigentlich schon gut) ginge das doch durch. Man braucht eben Fantasie, so wie ein gewisses männliches Mitglied dieser Familie, das oftmals meine neuen Stücke kommentiert, das aber keinesfalls näher benannt werden darf, nicht mal ansatzweise. Tut mir leid.

So und jetzt in SERIÖS: Longblusen oder Tuniken sind was Feines. Bequem, kaschierend und im Idealfall auch noch lässig. Beim Stofflieferant meines Vertrauens – Lebenskleidung – habe ich schon vor einiger Zeit eine sehr schöne und leichte (170 g/m²) Jeansqualität gefunden, die sich wunderbar für Blusen oder auch Kleider eignet. Dieser Jeansstoff ist nicht nur 100 % Bio, er hat auch noch einen dezenten Glanz, der auch nach der Wäsche nicht verschwindet. Kombiniert mit Schnittmuster Blusenshirt Kim_B in der Longversion ergibt das eine Jeanstunika nach meinem Geschmack 🙂 . Aber irgendwas ist hier anders an Kim_B?

Richtig! Ein paar neue Details habe ich mir dazu noch einfallen lassen, die so nicht in der Nähanleitung stehen – ich will versuchen sie hier näher zu erklären.

Neue Details bei der Jeanstunika
  • aufgesteppte Jeansstreifen an der Schulter
  • offene Verarbeitung am Halsloch (es darf ausfransen) – Raw Sewing (klingt cooler)
  • Seitentaschen
  • Fältchen auch am Ärmelsaum (Wiederholung von der vorderen Mitte)

Am prägnantesten sind sicher die betonten Schulterpartien. Hier habe ich Stoffstreifen (schräg zugeschnitten) gleichmäßig aufgesteppt. Sie legen sich automatisch genauso, wie hier abgebildet, da sie halbkreisförmig aufgesteppt wurden. Nach dem Waschen fransen sie noch etwas mehr aus – aber nicht übermäßig. Für noch mehr Tragekomfort und weil es zum Jeansstil paßt, habe ich einfache Eingrifftaschen in die Seitennaht gearbeitet. Die Taschenbeutel werden beim Zuschnitt des Vorder- bzw. Rückenteiles gleich mitdrangeschnitten. Bei zuwenig Stoff ist es auch möglich, sie extra zu schneiden und dann dranzusteppen. Es war nötig die Hüftrundung etwas abzuflachen, damit der Tascheneingriff ganz flach gebügelt werden kann. Der Saum ist original.

Welches Garn habe ich zum Absteppen verwendet?

Etwas dickeres Steppgarn (nicht in Bioqualität – konnte ich nicht finden) in kupferfarben. Unterfaden normale Garnstärke. Stichlänge 3,5.

Nähdetails Jeanstunika – wie geht’s genau?
1. Die Schulterbetonung durch aufgesteppte Stoffstreifen

Mithilfe eines Rollcuters oder einer Schere werden gleichmäßige Streifen im schrägen Fadenlauf aus dem Jeansstoff geschnitten. Streifenbreite 1,5 cm. Die Streifen mittig (reche Seite ist innen) zusammenbügeln.

Die Schulternähte der Jeanstunika schließen und beidseitig mit einem Kurvenlineal halbkreisförmige Linien auf den Stoff zeichnen. Ich habe 8 Stoffstreifen angenäht. Beginne am Armloch mit dem kürzesten Streifen. Jeweils mittig entlang der Kreidelinie steppen (rechte Streifenseite ist oben). Die Streifen ragen über die Armlochkante hinaus und werden am Schluß gleichmäßig eingekürzt.

Der letzte Streifen endet im Vorderteil ca. 12 cm von der Schulternaht nach unten gemessen, im Rückenteil sind es nur 10 cm. Je nach Größe und Geschmack kann man auch weniger oder mehr Stoffstreifen aufnähen.

2. Das Halsloch ohne Nahtzugabe offen gesteppt (raw edge sewing)

Der Beleg wird mit nur 3 mm Nahtzugabe am Halsloch zugeschnitten. Die Schulternähte mit französischer Naht schließen. (Bild 2: Beleg mit linker Seite. Schwarz=Vlieseline)

Der Halslochbeleg blitzt nun ca. 3 mm vor. Das Halsloch wurde doppelt abgesteppt: 0,2 und 0,5 cm

3. Seitenschubtaschen zufügen

Das originale Schnittmuster hat keine Taschen. Aber es ist wirklich keine Hexerei einfache Schubtaschen in die Seitennaht zu integrieren. Man zeichnet sich einen Taschenbeutel (siehe Foto) frei Hand auf ein Papier. Lege Deine Hand darauf – sie sollte bequem Platz haben.

Verbesserung gegenüber Foto unten (habe ich auch erst beim Nähen bemerkt, nach dem Zuschnitt versteht sich): Flache den Hüftbogen etwas ab, sodaß der Taschenbeutel passgenau angesetzt werden kann und schneide, dann den Beutel mitdran (oder extra, wenn der Stoff nicht reicht: Nahtzugabe nicht vergessen).

Die Seitennähte und der Taschenbeutel können in einem Durchgang gesteppt werden. Die Tascheneingriffsenden müssen verriegelt werden (von innen oder außen möglich).

4. Ärmelsaum mit Falte

Überlege, wo du die Falte gerne hättest, auch kannst Du die Tiefe anders bestimmen – das ist schlußendlich vom persönlichen Handgelenksumfang abhängig. Bei Größe 40 habe ich die Falte 2,5 cm tief und 5 cm hoch (inkl. Nahtzugabe) abgesteppt). Der Falteninhalt wird beim Bügeln nach vorne gelegt.

Hier siehst Du ganz genau, dass ich die Falte von der vorderen Mitte auch am Ärmelsaum wiederholt habe. Das Ärmelschnittmuster wurde dazu nicht verändert, die Falte ist 2,5 cm tief und liegt ca. mittig am Saum. Auch gut zu erkennen: Die Verriegelung des Tascheneingriffs.

Zuguterletzt ein Foto der gewaschenen Bluse. Die Ränder sind geringfügig mehr ausgefranst – so wie ich es erwartet habe und auch schön finde. Das Foto zeigt auch den matten Schimmer des Jeansstoffes sehr schön.

Die kürzlich genäht Cambag Tessa von Crearesa aus Leder trage ich sehr gerne dazu. Willst Du mehr darüber lesen, wie ich sie genäht habe? Hier kannst Du es nachlesen KLICK.Es macht Spaß Schnittmuster abzuwandeln – oft reicht schon ein kleines Detail und ein neuer Stoff und alles wird anders. Das ist einer der ganz großen +Punkte unseres Hobbies. Es lohnt sich seine Lieblingsschnittmuster genau anzuschauen und zu überlegen, ob man es nicht auch noch anders umsetzen kann.

Den Jeansstoff von Lebenskleidung jedenfalls finde ich so klasse, das ich ihn auf jeden Fall nochmal vernähen möchte. Für mich ein echter Klassiker, der hoffentlich noch lange im Programm bleibt.

live long and prosper and stay inspired

Ingrid B

Das Schnittmuster Blusenshirt Kim_B findest du HIER

Jeansstoff Bio Denim IBIZA Lebenskleidung.com HIER

Einige Fotos aus dieser Serie wurden übrigens bei Lichtpunkt.cc in Stuttgart gemacht. Das schraubt jetzt das Level für künftige Beiträge künstlich hoch. Aber diesem Druck werde ich leider leider nicht standhalten können. Aber ich verspreche, I’ll do my best – so oder so.

Rums

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ich näh bio

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Mein Weihnachtsoutfit – wie vernähe ich Stretchsamt?

Liebe LeserIn,

am vergangenen Samstag hatte ich die fantastische Gelegenheit, die Fotos von meinem diesjährigen Weihnachtsoutfit in dem professionellen Fotostudio von Michael Ruder lichtpunkt.cc zu machen. Zusammen mit den umtriebigen Frauen der @sew7 Nähtruppe (Du findest uns auf Instagram 😉 ) machte das nicht nur Riesenspaß, sondern wir dürfen uns auch nachhaltig über besonders schön belichtetete Aufnahmen freuen, die ich hier sehr gerne zeige.

Inspiriert von Claudia aka @ganzmeinding entschied ich mich für Samt und zwar Stretchsamt oder auch Samtvelours genannt. Claudia zeigte vor kurzem ein Shirt in puderrose. Mir gefiel diese lebendige Oberfläche vom Samt und nicht nur das – er ist auch streichelweich, wie sich herausstellte. Weil der Stoff ins sich schon so auffällig ist, reicht ein simples Schnittmuster und man hat ein Hingucker-Oberteil. 

Verarbeitung von Samt – worauf achten?

Der Zuschnitt: Samt hat eine „Richtung“, das bemerkt man wenn man darüberstreicht. Man muss sich also entscheiden, sollen die feinen Fasern nach unten oder oben zeigen beim fertigen Kleidungsstück. Beachtet man das nicht, sieht es später so aus, als ob die Farben nicht stimmen. Obwohl ich das wußte, habe ich dann prompt das Vorderteil falsch zugeschnitten und mußte es deswegen noch ein 2. Mal zuschneiden.

Der rutschige Samt erfordert außerdem eine scharfe Schere und möglichst einlagigen Zuschnitt. Das wird präsiser.
Nähen von Stretchsamt: Stichlänge 3+ ist gut, ordentlich vorstecken auch (ich gestehe, ich bin da manchmal nachlässig), weil die beiden Samtlagen aufeinander „krabbeln“ und sich verschieben.  Genäht habe ich zu 90 % mit der Overlock. Samt franst jedoch nicht aus, also könnte man auch ohne weiteres  mit der normalen Nähmaschine nähen ohne Versäubern. Die Bündchen: Idealerweise hatte die Meterware besondere Webkanten, die ich praktischerweise für das Hals- bzw. Ärmelbündchen einsetzen konnte. Ich habe dazu die hintere Raglannaht oben am Hals und die Ärmelnaht unten ein Stück weit offen gelassen und das Bündchen (die Webkante einfach – nicht doppellagig) nur leicht gedehnt (es sollte locker sitzen – kein Knackwurstbündchen bitte) angenäht. Dann wurden die Nähte geschlossen und der Faden mit der Hand vernäht. Der Hüftbund wiederum ist aus dem Samtvelours und zwar doppellagig. Diesen könnte man genausogut weglassen, Geschmackssache. Kombiniert mit z. B. dieser abnehmbaren Pelzstola (Fakefur) und etwas Schmuck wird aus einem simplen Pulli ein WOW-Teil für Dein Weihnachtsoutfit.

Die Pelzstola gibts als Goodie bis zum Jahresende zusätzlich zum Schnittmuster Blusenshirt Meli dazu.

Mit diesem „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ verabschiede ich mich für dieses Jahr von Euch. Danke fürs Lesen und Kommentieren. Es war und ist mir eine Freude. Alles Gute für die kommende Zeit und natürlich geruhsame und festliche Weihnachten wünscht Euch

Ingrid B.

Genäht habe ich das wandelbare Blusenshirt Meli  mit 3/4-Arm in Gr. 38 (normalerweise 40 – aber der Stoff ist gut elastisch) und die abnehmbare Pelzstola – derzeit als Kombipaket zum Vorteilspreis 😀

Der Samt Velours wurde bei Pepelinchen gekauft. Er ist übrigens aus 100 % Polyester, was mit anfangs stutzen ließ – da ich ausgewiesenermaßen keine Freundin von allzuviel Kunstfasern bin. Nach dem Tragetest kann ich ihn jedoch ruhigen Gewissens empfehlen. Das Material trägt sich sehr gut und angenehm. Die erwarteten Nebenwirkungen (Hitzewallungen bzw. -stau usw. blieben völlig aus). Es gibt ihn auch aus Seide – traumhaft und sündhaft teuer – so um die € 58,– der Meter.

Der Rock ist privat – ein vor Jahren gekauftes Lieblingsteil aus Ausbrennersamt.

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Rums

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Falttasche Lola_B – schenken oder selber behalten?

Falttasche Lola_B brauchst du nicht verpacken

Eine Falttasche für die Handtasche, ist immer ein gutes Geschenk – besonders wenn sie so praktisch ist und dabei noch schön aussieht. Meine Mutter, meine Schwester, meine Freudinnen – alle drumherum habe ich damit zu verschiedensten Anlässen schon beglückt (das hoffe ich zumindest :-)).  Keine ist wie die andere, jede ein Unikat. Diese wollte ich eigentlich auch verschenken…aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher 🙄

Falttasche Lola_B zusammengefaltet- Schnittmuster

Falttasche Lola_B - Schnittmuster Den Stoff hatte ich schon länger liegen – er ist von DaWanda KLICK  und ließ sich gut vernähen, auch wenn er etwas kompakter ist, als einfache Popeline.

Laut meiner Anleitung soll der Frontkreis genau mittig sitzen. Damit der Musterverlauf stimmt, habe ich ihn zur Seite versetzt – das funktioniert genauso. Finde ich gut! Durch die französische Seitennaht ist die Falttasche sehr robust – die kann einiges an Gewicht vertragen. Habe ich ja nun oft genug getestet.

LOLA_B immer wieder anders

Wer jetzt genau hinsieht – bemerkt vielleicht, dass die Steppnaht rund ums Gummiband fehlt. Das war übrigens Miriams Idee von @mecki_macht. Das Gummiband hält auch ohne den Stepp und die Ösen wurden durch Knopflöcher ersetzt (steht auch als Tipp im Ebook). Weil ich doch mit den Ösen immer so kämpfe und mindestens 10 verhaue, bis sie sitzen. 

Schrägband oder Einfaßband – das ist hier die Frage

Noch eine Abweichung vom Ebook: Das weiße Band hier ist kein Schrägband, wie im Ebook empfohlen. Es ist eine Art elastisches Einfaßband (aber kein Gummi).  Das hat den Vorteil, daß man das Band nicht bügeln muss, es wird einfach während des Nähens in der Hälfte gefaltet und an die Kante gesteppt. Bloss – wo habe ich es her….ich weiß es nicht mehr. Es war in meiner Bändersammlung. Ohje, sorry – einfach mal beim Nähbedarf schauen. Falttasche Lola_B brauchst du nicht verpackenSo – da is se. Ich schenk sie…mhhh…oder doch lieber behalten.Gehts Dir manchmal auch so, wenn Dir etwas besonders gut gelingt? Eigentlich wolltest Du es verschenken, aber dann hast Du Dich schwupps verliebt…und jetzt?

Wie verpacken? Gar nicht –  Lola_B ist doch schon verpackt :-D. Wenn Du auch Lolas nähen willst, findest Du das Schnittmuster noch bis zum 10. Dezember 2017 zum Schnäppchenpreis als Schnittmuster des Monats und zwar HIER.

Danke fürs Lesen, es grüßt Dich und wünscht Dir eine gute Zeit im Advent

Ingrid B.

Hier findest Du das Schnittmuster Falttasche LOLA_B

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Rums

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Geräumiger Patchshopper aus Reststücken

Im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr Reststücke an, jeder der näht, kennt das. Die größeren Stücke davon bewahre ich auf – von mir besonders lieben Stoffen auch noch kleine Fitzelchen. Ich hatte schon eine schöne Auswahl und wollte sehen, was davon harmoniert. Das inspirierte mich zu  einem Patchshopper – also einer Tasche,  zusammengesetzt aus größeren Stoffresten. Von Stoff, über Kunstleder,  Echtleder und sogar SnapPap ist alles dabei. Die einzelnen Rechtecke wurden mit Webvlies bebügelt. Ich wollte eine gewisse Standfestigkeit erreichen, aber keine steife Tasche. Wenn ich sie um die Schulter trage, soll sie sich schön zurechtknautschen lassen. Da geht ordentlich was rein – so mag ich das. Vorder – und Rückseite sind bewußt unterschiedlich und beidseitig tragbar. So als ob man 2 Taschen hätte 🙂 

Die Tragegurte

Die einfachen Lederriemen als Tragegurte habe ich am umgeschlagenen Rand festgesteppt…das ist von innen besehen jetzt nicht gerade eine Paradelösung (Die Lederriemen sind ordentlich dick, da ächtzt die Nähmaschine). Beim nächsten Mal würde ich das professioneller lösen. Wie findet Ihr die Idee mit dem Knoten am Ende – macht doch was her, oder?

Das Innenleben vom Patchshopper

Ok, das Futter hätte von der Farbe her stimmiger sein können – ist eben auch ein Reststück 😉 . Und wow denkst Du jetzt vielleicht – diese Reißverschlusstasche ist ja fein gearbeitet. Stimmt – aber nicht von mir. Ich sag nur „recycling“ – habe ich aus einer alten Tasche „rausoperiert“ und hier wieder eingesetzt. Selbstgenähter Shopper und Jeansbluse nach Kim_BUnd so zufrieden kann ich dreinschauen, wenn mir was auf Anhieb gelingt, was ja nicht immer der Fall ist, wenn man was Neues ausprobiert. Die Jeansbluse ist auch in den letzten Wochen entstanden. Fortsetzung folgt! Noch ein diskreter Blick in die Tasche. Der Boden ist übrigens verstärkt. Was denkst Du, möchtest Du auch Deine Stoffreste aufarbeiten und nicht immer nur Kosmektiktäschen daraus nähen? Ich bin am Überlegen, ob ich ein Schnittmuster dazu erarbeiten soll…mmmhhh.

Das wars heute von mir,

es grüßt Euch

Ingrid B

Jeansbluse Stoff von Lebenskleidung

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Eine Lederhandtasche nähen, geht das?

Ich bin fremd gegangen 😯 …haha, nicht wie Du jetzt denkst. Nur bei den Schnittmustern: Für Resa von crearesa durfte ich eine Tasche zu Probe nähen. Im Rahmen des Probenähens für die neuen Größen der Cambag Tessa Large, habe ich nicht lange überlegt, sondern es einfach probiert,  eine Lederhandtasche zu nähen – obwohl die Nähanleitung für Stoffe und Kunstleder ausgelegt ist. Nachdem ich schon des öfteren Leder genäht habe, wußte ich um die Besonderheiten, wenn man Leder vernäht. Dazu gibt es hier im Blog einen eigenen Artikel, wo Du Näheres zum Thema „Lederverarbeitung“ nachlesen kannst: KLICKCambag_Tessa_Glattleder mit Nieten

Voraussetzungen um eine Tasche aus Leder zu nähen

Also kurz und schmerzlos, Du kannst Dir Deinen Traum von einer selbst genähten Lederhandtasche erfüllen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  1. Deine Nähmaschine sollte einen starken Motor haben (gute Marken haben das)
  2. Das Leder so dünn wie möglich wählen, je dicker, desto schwieriger wird es – besonders an den Stellen, wo bis zu 4 Lagen genäht werden müssen
  3. Du solltest Näherfahrung haben – besonders im Nähen von Leder
Reißverschlussfach Cambag Tessa

3 x Ja? Wunderbar, dann kannst Du Dir mit Hilfe von Resas  sehr detaillierter Schritt-für-Schritt Nähanleitung und dem dazugehörigen Schnittmuster Deinen Traum von einer ganz besonderen individuellen Ledertasche erfüllen. Die Meisten werden die praktische Tasche aber ohnehin aus Stoff nähen, wozu es wunderschöne Beispiele auf Resas Seite anzusehen gibt und wofür das Ebook in erster Linie auch ausgelegt ist. In die Details aus grünem Leder bin ich etwas verliebt – ich habe sie zugefügt, weil der Reißverschluss nicht ganz passgenau abschließt und sie ein zusätzliches schmückendes Detail sind.

Noch ein paar technische Details zur Lederhandtasche

Sowohl die Seitentasche, wie auch die komplette Innentasche sind gefüttert. Die Innentasche verfügt über weitere Fächer, die man sich je nach Bedarf selber abteilen kann. selbstgeflochtener GurtVon vornherein habe ich mir 2 Gurte – zum Wechseln angefertigt (Frau gönnt sich ja sonst nichts 🙄 ). Das gemusterte Webband ist zusätzlich auf einen Baumwollgurt genäht. 9 mm kupferfarbene Nieten zieren bei mir die Frontseite. Und sicher hast Du auch schon, das geflochtene Endstück des Gurtes entdeckt – ich habe es aus Lederschnüren nach einer Zeichnung auf Pinterest angefertigt. Das Glattlederstück verdeckt die Verbindungsstelle mit dem Gurtband. Mit im Bild die inzwischen oft getragene und gewaschene Jacke Kajoschka, die Du auch nachnähen kannst. Lederhandtasche im Größenvergleich Das Schnittmuster zur Tasche empfehle ich sehr gerne, es ist bis ins letzte Detail durchdacht und mittlerweile in 4 Größen erhältlich (hier gezeigt Größe 3). Schnittmuster Cambag Tessa gibts die ersten Tage zum vergünstigen Einführungspreis.

Nähst Du auch Leder oder ist das kein Thema für Dich. Wobei es ja auch schon sehr interessante Alternativen gibt. Könnte man auch mal drüber schreiben, denke ich mir gerade…und danke, dass Du mich bei meinem Herbstspaziergang begleitet hast <3.

Liebe Grüße

Ingrid

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Herbstliche Kombinationen mit Blusenshirt Kim_B

Ein Blusenshirt ist ein Kombinationsteil – ganz klar. Es steht in den seltensten Fällen für sich alleine – wie z. B. ein Kleid. Und gerade das macht es – wie ich finde – so reizvoll. Zusammen mit anderen Nähbloggerinnen wurde überlegt, wie jede von uns ihr Blusenshirt kombiniert. Und so wie jede Frau ganz unterschiedlich ist, kamen sehr verschiedene Herbstkombis vor die Linse und das alles mit ein und demselben Schnittmuster.

Ausgangsschnittmuster Blusenshirt Kim_B   

Bianca on Tour sportiv mit Jeans und Blazer – http://einzelding.de/

Lina sehr leger mit Strickjacke – http://linababedierste.blogspot.de

Schön kariert in feinem Flanell genäht von Nicole – https://www.instagram.com/lapetitefrance_/

https://mollimops.wordpress.com/2017/11/02/perfekt/

Sportif lässig mag es  mollimops.wordpress.com

Esther mag Kim elegant mit schwarzem Blazer und Medaillonkette  http://fadenschnitt.blogspot.de/

Das ist meine Kombination. So für jeden Tag, entspannt lässig.  Bis auf den Mantel und die Stiefel ist alles selbst genäht bzw. gestrickt: Hose nach Jeans Pipa_B und die Tasche ist ein Patternhack zu Filztasche Mia 🙂 – Näheres kannst du hier nachlesen.

Fragt mich bitte nicht, warum der Strickmantel hier jetzt grünlich ist – ich glaube im oberen Foto ist zuviel blau.

Blusenshirt Kim_B ganz schick mit Rock nach Schnittmuster Kitti_BRock Kitti_B mit Blusenshirt KimDas hier gezeigte Blusenshirt ist übrigens aus Tencel, den ich erstmalig vernäht habe. Tencel ist absolut erwähnenswert, denn er ist für Blusen eine absolute Alternative zu der meist sehr knitteranfälligen Viskose. Natürlich knittert Tencel auch, aber bei weitem nicht so wie Viskosestoffe. Der Stoff wiegt auch schwerer und fällt, wie ich finde sehr wertig. Als bekennender Seidenfan, muß ich mir auch die Frage gefallen lassen, ob Tencel anstatt von Crepe de Chine genommen werden kann, weil da keine Tierchen dafür sterben müssen. Was ich gut fände: Eine größere Farbpalette auch für uns Hobbynäher, z. B. jeansfarben suche ich schon ganz lange.

Nähtechnisch gesehen, ist Tencel sehr gut verarbeitbar. Sehr griffig und nicht rutschig. Wichtig vor dem Zuschnitt ist, das man sich gut vermißt und seine Größe bestimmt. Denn Tencel gibt beim Tragen nicht nach, was zu eng ist, bleibt auch zu eng. Bei mir z.B der Ärmel im Oberarmbereich 😥 .

Tencel im Produkttest: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von 1000Stoff.

Double face zum Blusenshirt anstatt zum Schal oder Tuch verarbeitet mit Rock Kitti_B aus Wolltweed. Mehr zum Patternhack Rock liest Du bitte hier.   

Der Wollschal mit den Bommeln – an anderer Stelle bereits gezeigt – ist ein selbstgestricktes Geschenk.

Blusenshirt Kim_B von meckimacht

Miriam von mecki_macht mag es sportlich-feminin. Die Perlenkette wird zu den Sneakers kombiniert – warum auch nicht. Mir gefällt es ausgezeichnet.

Ich hoffe, Euch mit dieser abwechslungsreichen Übersicht, Lust aufs Kombinieren und auch auf Kim_B gemacht zu haben. Unser Kleiderschrank gibt viel mehr her, als wir so denken. Einige Fotos habe ich vorab auf Instagram gezeigt und sehr interessante Tatsachen darüber erfahren, wie Frauen Ihre Garderobe wählen. Wie machst Du das so, große Gedanken im Vorwege oder beherzter Griff in den Kleiderschrank. Verrätst Du uns das?

Liebe Grüße

Ingrid

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Rums

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Schnittmustervariation: Rock Kitti_B mit Kellerfalte

Das im Sommer erschienene Schnittmuster zu Rock Kitti_B ist in seiner Grundform ein Basicrock in leichter A-Linie mit Passe und verschiedenen Taschenvarianten (siehe technische Zeichnung unterhalb). Konzipiert wurde das Schnittmuster für Stoffe mit geringem Elasthananteil bzw. Jeans. Die Idee, welche dem heute gezeigtem Rock zu Grunde liegt ist, zu zeigen, dass Kitti auch aus klassischen Materialien, wie z.B. Wollstoffen nähbar ist. Hier siehst Du also eine Schnittmustervariation von Rock  Kitti_B:  Mit Kellerfalte und aus Wolltweed ohne jeglichen Elasthananteil.

Technische Zeichnung zu Rock Kitti_B Gr. 34-54

Technische Zeichnung zu Rock Kitti_B

PATTERNHACK: ROCK KITTI_B MIT KELLERFALTE

Wie kommt man nun zu der Kellerfalte: Ganz einfach – die vordere Mitte wird mit 10 cm Zugabe – soviel habe ich für die Falte vorgesehen, zugeschnitten und das natürlich ohne Teilungsnaht. Die vordere Mitte näht man soweit wie gewünscht – in meinem Fall 19 cm –  zu. Das Nahtende wird übrigens vorher mit Vlieseline gesichert.

Welche Größe soll man zuschneiden?

Unbedingt eine halbe bis ganze Größe größer als in elastischem Gewebe – es hängt von der Materialqualität ab(wie immer) und davon wo man sich mit seinen Körpermaßen in der Maßtabelle einreiht.  Wolltweed ist ja nun nicht völlig starr und weitet sich durch die Körperwärme. Wer Kitti noch nie genäht hat und gleich in Wolle loslegen möchte, dem empfehle ich 1 Körpergröße größer  laut Maßtabelle zuzuschneiden. Denn enger genäht ist es auf jeden Fall schnell.

Der Strickbolero ist ebenfalls genäht. Wie genau das geht, habe ich hier schon mal erklärt.

Und der Futterstoff, wie geht das?

Wollstoffe ohne Futterstoff getragen, kann ich nun wirklich nicht empfehlen – sie krabbeln die Strumpfhose hoch und sind außerdem nicht angenehm auf der Haut zu tragen. Also wird der ganze Rock nochmal aus Futterseide zugeschnitten (Vorder- und Rückenteil) und zwar auch mit Falte – weil diese wird genauso, nur gegengleich genäht, wie im Oberstoff. Den Falteninhalt hinter der Naht habe ich übrigens weggeschnitten, sowohl beim Oberstoff, wie auch bei der Futterseide und dann das Faltenende Oberstoff + Futter von innen zusammengenäht. So verrutscht nichts und die Falte ist gut fixiert. Bei Nähanfängern tun sich jetzt wohl große Fragezeichen auf. Das kann ich verstehen. Diese Art der Verarbeitung bleibt wohl eher Fortgeschrittenen Näherinnen überlassen oder man hat jemanden, der einem dabei hilft.

DETAILS

Kleine Spielereien machen Spaß. Bund und Taschenspiegel (er wurde nur aufgenäht) sind aus beschichtetem Jeansmaterial. Die Fransenkante davon, habe ich an die Taschenkante gesetzt. Die Tasche selbst ist mit knallfarbiger Seide verstürzt (so gelingt die Rundung besser) und das darf auch mal rausblitzen.

Kombiniert wird Kitti_B hier mit Blusenshirt Kim_B aus Double Gaze und gestricktem Dreiecktuch. Na Elke, erkennst Du es?

Schnittmuster mache ich ja nun schon einige Zeit, aber seit diesem Jahr kann ich mir wirklich ein komplettes Outfit aus eigenen Schnittmustern (und Du natürlich auch 🙂 ) nähen. Und ich muß sagen, das erstaunt mich selber. Ich habe mich sozusagen von den Taschen, über das Shirt, die Hose, eine Jacke bis hin zum Rock durchgenäht.

Achso, was bringt jetzt diese Kellerfalte? Abwechslung und jede Menge mehr Bewegungsfreiheit :-).

Liebe Grüße

Ingrid

Schnittmuster Rock Kitti_B
Blusenshirt Kim_B

Verlinkt mit: creadienstag, dienstagsdinge, handmade on tuesday

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Eine Bluse, die schnell genäht ist wie ein Shirt? Blusenshirt Kim_B machts möglich!

Longversion genäht in Größe 40 aus Tencel von www.1000stoff.de

Als ich mich vor gut 2 Monaten erste Überlegungen für ein neues Schnittmuster anstellte, hatte ich folgende Vorstellung: Es sollte ein einfach und schnell zu nähendes Oberteil sein, kein Shirt im herkömmlichen Sinne und natürlich das besondere Etwas haben und gut kombinierbar sein. So entwickelte sich nach und nach ein Blusenshirt genannt Kim_B. Das „B“ hänge ich übrigens neuerdings immer hinten an den Namen dran, so erkennt man gleich, das es von mir – also B-patterns – ist.

Was ist an dem Blusenshirt besonders?

Während des Probenähens, bei dem alle Konfektionsgrößen genäht und anprobiert werden, entwickelten sich nach und nach die besonderen Details: Kim_B gibt es in 2 Längen (hüftlang oder bis Mitte Oberschenkel), es kann auch ohne Falte genäht werden, allein 3 verschiedene Ärmelabschlüsse und 2 Ärmellängen stehen zur Auswahl und wie schon beim Rock Kitti_B habe ich darauf geachtet, dass es auch innen schön ist: Dazu wurde der Halsbeleg  extra tief gezogen. Du kannst ihn mit deinem Label versehen oder wie hier im Beispiel aus einem anderen Material nähen.

Welche Materialien sind möglich

Grundsätzlich alle Blusenqualitäten (Webware), vorzugsweise mit fließendem Fall, aber nicht nur. Mein Probenähteam und ich haben das Blusenshirt aus ganz unterschiedlichen Materialien genäht, z. B. Double Gaze, Wildlederimitat, Seidenbatist, Viskose, Tencel, Baumwollpopeline und sogar Jersey. Aber schau selbst:

Blusenshirt Kim_B von www.facebook.com/lisimade
Kimb_B Basic ohne Falte           www.facebook.com/lisimade
Nähbeispiele Blusenshirt Kim_B
@1000Stoff                                                @einzelding                                                @mojoanma
Monique – www.buntbande.blogspot.de

 

Herzlich bedanken möchte ich mich bei allen meinen engagierten Probenäherinnen. Es ist mir jedesmal wieder eine Riesenfreude mit Euch zusammenzuarbeiten. D A N K E

Für nächste Woche in Vorbereitung ist ein Beitrag, wie man Kim in der Herbst-/Wintersaison kombinieren kann. Ich hoffe, wir konnten Dir Lust auf Kim_B machen 🙂 und Du zeigst uns auch schon bald Deine Kim.

Herzlichst

Ingrid

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Jeansrefashion – Rock Kittigirl 8 x anders

Liebe LeserIn,

das Thema Refashion liegt mir sehr am Herzen – deswegen schreibe ich heute nochmal darüber. Schon der letzte Blogbeitrag handelte davon, dass man aus aussortierten Jeans z. B. noch richtig coole Kinderröcke nähen kann. Im Rahmen des Probenähens zu Rock Kitti_girl sind diese Beispiele entstanden. Sie wurden alle ausnahmslos aus alten Jeans geschnitten und genäht, eben Jeansrefashion.

Dieser Rock sieht aus wie neu, dennoch ist der Stoff gänzlich aus einer alten Jeans geschnitten  – zumindest am Used-Look sieht man das noch. Johy hat ihn mit ganz tollen Details aufgemotzt. Das Herzchen ist aus Snappap gestanzt – hat sie uns verraten.

Auch innen ist der Rock vorzeigbar – schaut Euch mal diese akkurate Saumverarbeitung mit Schrägband an.
Ganz anders bei Jennifer. Sie konnte sogar die vorderen Taschen so wie sie waren mitverwenden – ist das nicht toll!Ja und die Potaschen…3 x dürft Ihr raten, auch sie sind von der Originaljeans. Noch einfacher hat es sich Elisabeth gemacht: Als Bündchen hat sich ein fertiges Rüschengummi (gibt es in unterschiedlichen Breiten und vielen Farben) an den Rock genäht. Erratet Ihr, aus welchem Teil der alten Jeans, der Rock geschnitten wurde? Manchmal haben die alten Lieblingshosen ja noch besondere Details, so wie diesen Herz von Steffi. Wieso nicht einfach wieder mitverarbeiten und sich dran erfreuen.
Dieses kleine Fräulein wollte es ganz schlicht aber trotzdem cool. Wird gemacht, hat Mama gesagt und nähte diese Kitti mit echten Löchern, die der Schwager in jahrelanger liebevoller Arbeit erledigt hat. Der Saum wurde händisch ausgefranst.

Alle Fotos sind verlinkt, wenn Ihr mehr von den Nähkünsten dieser Frauen sehen wollt, einfach die Fotos anklicken 🙂 Auch im destroyed Look mein Nähbeispiel…und damit die Seitennaht am ausgefransten Saum nicht aufgeht – habe ich sie mit einem roten Dreieck fixiert.

Achtung, jetzt wird es ganz wild. Deine Jeans hat keine Löcher? Du kannst den Alterungsprozess beschleunigen – z. B. mit einer Zitruspresse.
Weil die Ausgangshose für Gr. 146 zu eng war, um das Vorder- und Rückenteil rauszuschneiden, brauchte ich 2 Hosen. So kommt dieser witzige Effekt mit unterschiedlichen Waschungen und Farben zu Stande. Und der Stepp? Dreifachstepp von links genäht – mit 2 Garnfarben.
..oder so mit angesagten Patches und mitverwendeter Kappnaht. Die beiden Taschen wurden mit farbigem Garn aufgesteppt.

Und wer einen Plotter sein Eigen nennt, kann dann den Rock mit flotten Plots verschönern. So hat es Sonia von bysoneken gemacht.

So, nun hoffe ich, dass Du die alte Lieblingsjeans aus dem Keller holst und schon bald daraus ein liebevoll erdachtes und genähtes Stück – vielleicht ja sogar eine Kitti_girl daraus wird.

Herzlichst

Ingrid

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