Geschrieben am

Eine Lederhandtasche nähen, geht das?

Ich bin fremd gegangen 😯 …haha, nicht wie Du jetzt denkst. Nur bei den Schnittmustern: Für Resa von crearesa durfte ich eine Tasche zu Probe nähen. Im Rahmen des Probenähens für die neuen Größen der Cambag Tessa Large, habe ich nicht lange überlegt, sondern es einfach probiert,  eine Lederhandtasche zu nähen – obwohl die Nähanleitung für Stoffe und Kunstleder ausgelegt ist. Nachdem ich schon des öfteren Leder genäht habe, wußte ich um die Besonderheiten, wenn man Leder vernäht. Dazu gibt es hier im Blog einen eigenen Artikel, wo Du Näheres zum Thema „Lederverarbeitung“ nachlesen kannst: KLICKCambag_Tessa_Glattleder mit Nieten

Voraussetzungen um eine Tasche aus Leder zu nähen

Also kurz und schmerzlos, Du kannst Dir Deinen Traum von einer selbst genähten Lederhandtasche erfüllen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  1. Deine Nähmaschine sollte einen starken Motor haben (gute Marken haben das)
  2. Das Leder so dünn wie möglich wählen, je dicker, desto schwieriger wird es – besonders an den Stellen, wo bis zu 4 Lagen genäht werden müssen
  3. Du solltest Näherfahrung haben – besonders im Nähen von Leder
Reißverschlussfach Cambag Tessa

3 x Ja? Wunderbar, dann kannst Du Dir mit Hilfe von Resas  sehr detaillierter Schritt-für-Schritt Nähanleitung und dem dazugehörigen Schnittmuster Deinen Traum von einer ganz besonderen individuellen Ledertasche erfüllen. Die Meisten werden die praktische Tasche aber ohnehin aus Stoff nähen, wozu es wunderschöne Beispiele auf Resas Seite anzusehen gibt und wofür das Ebook in erster Linie auch ausgelegt ist. In die Details aus grünem Leder bin ich etwas verliebt – ich habe sie zugefügt, weil der Reißverschluss nicht ganz passgenau abschließt und sie ein zusätzliches schmückendes Detail sind.

Noch ein paar technische Details zur Lederhandtasche

Sowohl die Seitentasche, wie auch die komplette Innentasche sind gefüttert. Die Innentasche verfügt über weitere Fächer, die man sich je nach Bedarf selber abteilen kann. selbstgeflochtener GurtVon vornherein habe ich mir 2 Gurte – zum Wechseln angefertigt (Frau gönnt sich ja sonst nichts 🙄 ). Das gemusterte Webband ist zusätzlich auf einen Baumwollgurt genäht. 9 mm kupferfarbene Nieten zieren bei mir die Frontseite. Und sicher hast Du auch schon, das geflochtene Endstück des Gurtes entdeckt – ich habe es aus Lederschnüren nach einer Zeichnung auf Pinterest angefertigt. Das Glattlederstück verdeckt die Verbindungsstelle mit dem Gurtband. Mit im Bild die inzwischen oft getragene und gewaschene Jacke Kajoschka, die Du auch nachnähen kannst. Lederhandtasche im Größenvergleich Das Schnittmuster zur Tasche empfehle ich sehr gerne, es ist bis ins letzte Detail durchdacht und mittlerweile in 4 Größen erhältlich (hier gezeigt Größe 3). Schnittmuster Cambag Tessa gibts die ersten Tage zum vergünstigen Einführungspreis.

Nähst Du auch Leder oder ist das kein Thema für Dich. Wobei es ja auch schon sehr interessante Alternativen gibt. Könnte man auch mal drüber schreiben, denke ich mir gerade…und danke, dass Du mich bei meinem Herbstspaziergang begleitet hast <3.

Liebe Grüße

Ingrid

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Jeansrefashion – Rock Kittigirl 8 x anders

Liebe LeserIn,

das Thema Refashion liegt mir sehr am Herzen – deswegen schreibe ich heute nochmal darüber. Schon der letzte Blogbeitrag handelte davon, dass man aus aussortierten Jeans z. B. noch richtig coole Kinderröcke nähen kann. Im Rahmen des Probenähens zu Rock Kitti_girl sind diese Beispiele entstanden. Sie wurden alle ausnahmslos aus alten Jeans geschnitten und genäht, eben Jeansrefashion.

Dieser Rock sieht aus wie neu, dennoch ist der Stoff gänzlich aus einer alten Jeans geschnitten  – zumindest am Used-Look sieht man das noch. Johy hat ihn mit ganz tollen Details aufgemotzt. Das Herzchen ist aus Snappap gestanzt – hat sie uns verraten.

Auch innen ist der Rock vorzeigbar – schaut Euch mal diese akkurate Saumverarbeitung mit Schrägband an.
Ganz anders bei Jennifer. Sie konnte sogar die vorderen Taschen so wie sie waren mitverwenden – ist das nicht toll!Ja und die Potaschen…3 x dürft Ihr raten, auch sie sind von der Originaljeans. Noch einfacher hat es sich Elisabeth gemacht: Als Bündchen hat sich ein fertiges Rüschengummi (gibt es in unterschiedlichen Breiten und vielen Farben) an den Rock genäht. Erratet Ihr, aus welchem Teil der alten Jeans, der Rock geschnitten wurde? Manchmal haben die alten Lieblingshosen ja noch besondere Details, so wie diesen Herz von Steffi. Wieso nicht einfach wieder mitverarbeiten und sich dran erfreuen.
Dieses kleine Fräulein wollte es ganz schlicht aber trotzdem cool. Wird gemacht, hat Mama gesagt und nähte diese Kitti mit echten Löchern, die der Schwager in jahrelanger liebevoller Arbeit erledigt hat. Der Saum wurde händisch ausgefranst.

Alle Fotos sind verlinkt, wenn Ihr mehr von den Nähkünsten dieser Frauen sehen wollt, einfach die Fotos anklicken 🙂 Auch im destroyed Look mein Nähbeispiel…und damit die Seitennaht am ausgefransten Saum nicht aufgeht – habe ich sie mit einem roten Dreieck fixiert.

Achtung, jetzt wird es ganz wild. Deine Jeans hat keine Löcher? Du kannst den Alterungsprozess beschleunigen – z. B. mit einer Zitruspresse.
Weil die Ausgangshose für Gr. 146 zu eng war, um das Vorder- und Rückenteil rauszuschneiden, brauchte ich 2 Hosen. So kommt dieser witzige Effekt mit unterschiedlichen Waschungen und Farben zu Stande. Und der Stepp? Dreifachstepp von links genäht – mit 2 Garnfarben.
..oder so mit angesagten Patches und mitverwendeter Kappnaht. Die beiden Taschen wurden mit farbigem Garn aufgesteppt.

Und wer einen Plotter sein Eigen nennt, kann dann den Rock mit flotten Plots verschönern. So hat es Sonia von bysoneken gemacht.

So, nun hoffe ich, dass Du die alte Lieblingsjeans aus dem Keller holst und schon bald daraus ein liebevoll erdachtes und genähtes Stück – vielleicht ja sogar eine Kitti_girl daraus wird.

Herzlichst

Ingrid

verlinkt bei:

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Refashion: Kinderrock aus alter Jeans

Hallo,

wie gehts denn immer so? Ich hoffe, Ihr genießt den Sommer. Ich bin ja noch fix am Arbeiten, aber nicht mehr lange…uuuhhh, wie ich mich auf den Familienurlaub freue. Was mache ich so Wichtiges? Z. B. arbeite ich meinen lange aussortierten Jeansstapel ab?  Jeans ist ja so ein tolles Material, es wird mit jeder Waschung schöner und ist nahezu unverwüstlich und man kann mehr als nur Taschen oder Rockpassen aus alten Jeans machen.

Beispielsweise einen Kinderrock mit Bündchenbund 

Aufgepeppt mit diesen süßen Stickereistickern von Hamburger Liebe. 

Das praktische an alten Jeans ist, dass man z. B. die Seitennaht oder sogar die Taschen oder den Saum gleich ins neue Stück miteinbauen kann – das ist „Refashion“ pur. Hier wurde aus der inneren Seitennaht die Rücken- bzw. Vorderteilmittelnaht. Das geht ganz fix und der Used-Look ist auch gleich da. 

Hier also die Ausgangssituation und auf dem unteren Foto seht Ihr, wie ich das Schnittteil (aus „bösem“ Kunststoff -hä, wieso jetzt?…Refashion und Kunststoff…andere Geschichte :-), das sprengt jetzt den Rahmen)  an die innere Seitennaht gelegt habe. Die VM liegt genau in der Kante und die andere Hosennaht ist geöffnet, damit das Hosenbein schön flach liegt. Es ist übrigens das 1. Mal, dass ich Kunststoffplane versuchsweise zum Abpausen des Schnittmusters verwendet habe – empfohlen hat mir das Miriam von @mecki-macht. Aber darüber ein andernsmal – vielleicht. Mal sehen 😎 Hier mal der ganze Zuschnitt mit erstmals türkisem Bündchen, mehr ist es nicht.  Außer dem Bündchen geht alles aus der Jeans raus. Achso, Gummi habe ich schlußendlich noch eingezogen, damit alles da sitzt, wo es soll und zwar dauerhaft :-). Na, was sagt Ihr?

Und weil ich jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen bin, habe ich gleich noch einen nachgelegt. Dafür mußten gleich 2 Jeans unter die Schere – die waren wohl zu schmal geschnitten.  Immerhin braucht meine Süße ja Größe 146. Falls jemanden der Rock jetzt irgendwie bekannt vorkommt – yes – das ist Kitti_girl.

Der Saum darf ausfransen und die Tasche habe ich extra mit einem Reibeisen bearbeitet. Destroyed-Look – ist klar, oder?

Zwei verschiedenfarbige Jeans – warum auch nicht? Für den Stepp habe ich den 3-fach-Stepp-Stich genommen, eine Neuentdeckung für mich und zwar von links genäht mit 2 Farben. Das kommt dann so raus. Fand ich gut. 
Das hat Euch die Trägerin zu diesem Rock zu sagen. Und darüber muß man (also ich) schon sehr froh sein, denn die Geschmäcker wandeln sich derzeit ganz gewaltig. AUS dem Kleinmädchenlook sag ich nur.

Details:

  • Alle Jeans haben einen geringen Elasthananteil und sind gebraucht
  • das Schnittmuster für beide Röcke ist Kitti_girl Gr. 98-164 und wird nächste Woche fertig sein
  • Refashion ist mir ein echtes Anliegen und es hat mir riesig Spaß gemacht. Einige Probenäherinnen sind diesem Beispiel gefolgt, mehr dazu nächste Woche.

Mögt Ihr mir mal erzählen, was Ihr so mit Euren abgelegten Jeans macht, würde mich sehr interessieren.

 

Liebe Grüße

Ingrid

 

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Zum Mitnehmen:

 

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Wenn jetzt kein Rock, wann dann?

Immer wieder hörte ich mich herumjammern, wie schade es doch ist – das nach dem unnachahmlichen Siegeszug der Jeanshose (der sich sozusagen mit jedem Jahrzehnt ihrer Erfindung noch gesteigert hat),  kaum noch ein Rock  getragen werden. Hinterfragt man die Gründe, hat es auf jeden Fall mit der oft mangelnden Praktikabilität der Röcke zu tun und das man Strumpfhosen dazu braucht und die passenden Schuhe…usw.

So Ihr Frauen, jetzt ist aber Sommer – eher Hochsommer um genau zu sein – und wir brauchen keine Strumpfhosen und Sandalen oder Flip-Flops haben wir auch, höchste Zeit zum Tragen von Röcken. Dazu passend gibt es seit gestern mein neues Schnittmuster KITTI_B, ein garantiert bequemer und hiper Rock zum Selbernähen von Gr. 34-54 und zwar gleich in 3 Nähversionen.

Version 2 mit 2 aufgesteppten Schubtaschen
Version 1 mit einseitiger großer Tasche und Riegel in Kleidergröße 40/42 – Jeansstoff von siebenblau

Mit Shirt Meli aus Biomesh von Lebenskleidung

Die 3. Version ist bis auf die Mittelnaht (und selbst diese könnte entfallen) ganz schlicht ohne Taschen (Beispiele siehe bitte Probenähfotos).

Und weil jedes neue Schnittmuster ausführlich zur Probe genäht und damit getestet wird,

I proudly present: die Probenähergebnisse:

 

WAS NOCH?

  • Bis einschließlich Sonntag kaufst Du KITTI_B noch zum Einführungspreis ganze 2 Euro günstiger.
  • Die Plotterdatei DINA0 ist auch dabei und beim Schnittmuster wählst Du nur deine Größe und druckst auch nur diese aus. Das spart Tinte und das Liniengewirr ist auch weg.
  •  Von wegen außen hui und innen pfui – KITTI_B ist auch innen schön verarbeitet und das zeige ich dir in einer sehr detaillierten und bebilderten Nähanleitung.Vielen Dank fürs Lesen und für alle die sich überzeugen lassen, viel Erfolg beim Nähen und von KITTI_B und viel Freude beim Tragen.

Herzliche Grüße

Ingrid

Verlinkt bei:

Rums

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ich näh bio

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Osterspecial Lola_b – die faltbare Einkaufstasche

Liebe Leser,

Ostern naht, für mich eines der schönsten Feste im ganzen Jahr. Das hat mit Frühling zu tun und mit der Freude über das Grünen und Sprießen nach dem langen Winter. Jetzt kommt auch endlich wieder mehr Farbe in unser Leben

Ostern macht man ja auch gerne kleine Geschenke  und da haben wir  – als Schneiderinnen – einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.  Es gibt soviele schöne genähte Kleinigkeiten, mit denen man anderen eine Freude bereiten kann. Das sind sehr persönliche Geschenke, in die man viel Liebe und Mühe gesteckt hat.

Ich freue mich darüber, dass mein Schnittmuster LOLA_B – die  faltbare Einkaufstasche – so gut ankommt. Daher möchte ich als Dankeschön ein kleines Osterspecial starten. Das Schnittmuster gibt es ab heute bis zum Monatsende anstatt für € 5,90 für nur € 3,90 hier im Shop.  LOLA_B eignet sich Bestens als sehr persönliches Ostergeschenk, ist auch noch praktisch und überschaubar im Aufwand.

Lara von 1000 Stoff hat es vorgemacht und die Version 2 aus der Nähanleitung – es gibt ja 3 Versionen (damit es nicht langweilig wird) – etwas vereinfacht umgesetzt. Und zwar hat sie die aufgenähte kleine Tasche ohne umlaufendes Schrägband genäht. Mir gefiel das sehr gut und es ist auch ganz einfach zu machen. Man muss nur die beiden Kreise mit Nahtzugabe zuschneiden und verstürzen. Das ist auch schon alles – ganz genau mit Fotos erkläre ich es in einer Erweiterung der Nähanleitung, die ebenfalls ab heute mit zum Ebook gehört.

Eine klitzekleine Verbesserung hat das Ebook auch. Wenn ich jetzt ein Softwareentwickler wäre, würde ich sagen – ein Upgrade. Der Griff liegt bei Gebrauch besser in der Hand, wenn er ganz oben zur Hälfte gefaltet und dann mit ein paar Stichen (3-4 cm) fixiert wird. Das macht man ganz zum Schluß – also können auch alle, die die Tasche längst genäht haben, diesen Schritt noch nachmachen.

Beide Taschen sind übrigens Geschenke für zwei sehr liebe Freundinnen. Ich freue mich schon darauf, sie zu überreichen 🙂

Es grüßt Euch,

Ingrid

Hier gehts zum Ebook

 

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Sweatjacke KAJOSCHKA_B – die Probenähergebnisse

Hallo Ihr Lieben,

das Schnittmuster von Sweatjacke Kajoschka_B ist ja nun schon seit Anfang März „im Laden“ – aber, was ich diesmal einfach bislang noch nicht geschafft habe, ist,  die Probenähergebnisse zu zeigen. Die eine oder andere Jacke habe ich auf Instagram und Facebook vorab gepostet und wer es bis zum Produkt geschafft hat, hat auch die Probenähfotos als Collage gesehen – aber hier und jetzt und das muss sein – nochmal einzeln geehrt und in GROSS.

Liebe Probenäherinnen – was wäre ich ohne Euch. Ihr habt es wieder mal toll gemacht und wunderschöne Jacken genäht. D A N K E

 

Christine Lecker – http://www.leckerundnaehen.de.blogspot.de/ https://www.facebook.com/leckerundnaehen

 

 

 

 

Ich hoffe, die Jacken gefallen Euch und Ihr seht, wie vielfältig Kajoschka aussehen kann.  Wir sind übrigens gerade dabei, noch ein paar sommerliche Jacken zu nähen, denn Kajoschka kann man das ganze Jahr über tragen – je nach Materialwahl.

Ja und fast hätte ich es vergessen – WICHTIG!!! Es gibt sogar einen Videoclip (1,3 Minuten 🙂 )

mit Kajoschka_B als Hauptdarstellerin damit Du die Jacke in Action von allen Seiten betrachten kannst – FILM AB

 

Danke fürs Lesen.

Herzliche Grüße

Ingrid

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bluse Helmi genäht für Blusensewalong2017

Hallo, Hallo,

was ein Stress…und immer wieder diese Verwunderung bei mir, wie schnell dann doch der Endtermin für den Blusensewalong2017  – initiiert von Elle puls –  da war.

Heute vormittag noch mit der heißen Nadel fertiggenäht und dann auch noch schneeeell fotografiert darf ich Euch mein Ergebnis präsentieren.

Dieses Detail hat es mir wirklich angetan – sooo g… (gut :-))

Hat man erstmal verstanden, wie man die verdeckte Knopfleiste falten muss 😆 , ist die Blusentunika einfach zu nähen. Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen: Ich habe die Länge insgesamt gekürzt, die Ärmellänge angepasst, den Stehkragen 1 cm verbreitert und die Teilungsnaht auch 2 cm höher gesetzt. Passform: keine Änderungen. Ein Sache nur – der Brustabnäher sitzt für mich viel zu hoch – so paßt der nur 16jährigen oder mit Pushup. Mein Resümee: Ein schönes Schnittmuster mit dem gewissen Etwas. Für den Sommer kann ich mir „Helmi“ sehr gut in Leinen vorstellen – dann aber mit Krempelarm. Helmi??? I like it 😛

So und jetzt bin ich schon sehr neugierig, was meine Mitnäherinnen so gezaubert haben.

Herzlichst

Ingrid

Schnittmuster: Bluse Helmi von   n a m e d

Stoff: aus privater Lagerhaltung

verlinkt bei:

Rums

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Wie verarbeitet man Wollfilz und Walkstoffe?

Liebe Leser,

der Herbst ist da und der Winter naht – hast Du Lust auf Filz? Wenn ja, in diesem Artikel geht es genau darum, um gefilzte bzw. gewalkte Stoffe. Zuerst beschreibe ich in einer allgemeinen Übersicht, woraus bzw. wie Filz/Walk hergestellt wird und welche besonderen Eigenschaften diese Qualitäten für sich beanspruchen, die sie für alle Selbermacher so interessant machen. Im zweiten Teil des Artikels findest Du dann Nähtipps speziell zum Thema.

Da ich sehr gerne Filz wie auch Walk verarbeite und auch mehrere Schnittmuster für Taschen und ein besticktes Brillenetui aus Filz sowie eine Kindertunika aus Walk entwickelt habe, hat mich Makerist, mein Kooperationspartner im Schnittmusterverkauf, dazu angeregt, über dieses Thema zu schreiben.

Gezeigte Modelle: siehe unter Schnittmuster

Woraus besteht Filz bzw. Walk:

Ursprünglich 100 % Tierhaare wobei heute Schafwolle am gebräuchlichsten ist. Mittlerweile werden auch viele Mischungen unterschiedlichster Zusammenstellung angeboten. 

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Filz und Walk und wie werden diese hergestellt? 

Filz: Fasern werden durch mechanischen Prozess – das Walken (Drücken, Rubbeln, Kneten) unter Einwirkung von Wasser und Seife miteinander verbunden. 

doubelfacefilz
Doublefacefilz von Patch_and_Work/DaWanda

 

Walk: Der mechanische Prozess ist ähnlich oder gleich, wie beim Filzen, allerdings werden gewobene bzw. verstrickte Gewebe gewalkt.

wollwalk
100 % Wollwalk

 

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften werden Filze wie auch Walkstoffe nachweislich seit Jahrtausenden von den unterschiedlichsten Kulturen hergestellt. Jeder kennt den Walkjanker, der längst seine „Trachtenecke“ verlassen hat und auch in konventionellen Kollektionen immer wieder neu und vor allem nicht trachtig interpretiert wird. Filze haben soviele Anwendungsgebiete, das übersteigt bei weitem diesen Beitrag. Aber uns interessiert vor allem was wir daraus Schönes Nähen können, z.B für Taschen, Kissen, Schuhe und sonstige Accessoires.

Die Eigenschaften von Filz und Walk:

Gefilzte Stoffe sind meist (allzu feine Qualitäten ausgenommen) winddicht, wasserabweisend, sehr strapazierfähig, knitterarm und sehr gut wärmerückhaltend. Ausserdem sind sie langlebig, pflegeleicht und einfach zu verarbeiten.

Grundsätzliche Verarbeitungstipps für gefilzte Stoffe

Besonders Stoffe erfordern auch eine besondere Verarbeitung. Durch die Art und Weise der Herstellung werden die Fasern so verbunden, dass Filz bzw. Walk nicht ausfranst. WOW! Das ist eine weitere wunderbare Eigenschaft, die man sich bei der Verarbeitung zu nutze macht. Die Kanten müssen also nicht zwingend versäubert werden. Man kann sie sogar als Gestaltungselement offen zeigen.

Vor der Verarbeitung werden gewalkte Stoffe entweder mit einem sehr feuchten Tuch abgebügelt oder im Wollwaschgang gewaschen. Abgebügelt werden alle Wollstoffe die später nur gereinigt werden sollen. Abbügeln heißt: Ein Küchenhandtuch nass machen auf den einfachen Stoff legen und das Tuch trocken bügeln, den Stoff gut ausdampfen lassen.

Schnittmuster bezeichnen 

Das ist zugegeben nicht ganz einfach und  auch farbabhängig. Sollte es mit der frisch geschärften (TIPP: einfach mit der Messerklinge beidseitig schräg abkratzen) Schneiderkreide nicht funktionieren, kann man auf Bleistift oder auch Filzstift ausweichen. Die Linie aber bitte beim Zuschneiden, wegschneiden.                

Zuschneiden:

mit der (scharfen 😉 ) Schneiderschere

walkschneiden

Für gerade Strecken eignet sich der Rollcutter bestens (aber bitte mit Unterlage), weil es dann keine Ansätze gibt. Filze die dicker sind als 2 mm (Filzplatten für Taschen etc.) schneidet man mit dem Cutter.
filzschneiden

Soweit Rundungen vorhanden sind, schneide ich diese nach dem Grobzuschnitt  mit einer kleinen Schere nach, da man Rundungen mit dem Cutter nicht so präzise schneiden kann.  Auch eine Möglichkeit die Kante zu gestalten: Mit der Zick-Zack-Schere:filzzick-zack-kante

Nähen:

Möglichkeit No. 1: Wenn man eine flach liegende Nahtstelle erreichen möchte, schiebt man die Kanten ca. 1 cm übereinander und steppt dann. (Für Filz und Walk geeignet.)

filzflaechenverbinden1

Wichtig! Am Nähbeginn muss der Nähfuss ausgeglichen werden, da er durch die hohen Stofflagen nach hinten kippt. Lösung: Filzstück von hinten unter den Nähfuss legen (wird nicht mitgenäht). Je dicker das Material, umso schwerer wird es Stecknadeln zu stecken. Man kann sich mit Klammern behelfen oder mit doppelseitigem Klebeband (Stylefix). Bei Filzplatten ab 3 mm ist diese Art der Verbindung nicht einfach zu arbeiten. 

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Kantenbearbeitung mit Zick-Zack-Schere als schmückendes Element

Möglichkeit No. 2: Man legt Kante auf Kante genau übereinander und steppt im gewünschten Abstand gleichmässig die Kante entlang. (Für Filz und Walk geeignet.)

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Ergibt je nach Materialstärke eine eher wulstige Naht die innen oder außen sein kann. Anmerkung: Falls die Naht außen liegt, bitte darauf achten, dass die Kanten der Nahtzugabe präzise geschnitten sind.
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Nahtzugabe ist links.

Möglichkeit No. 3: Kante genau an Kante legen und z.B. mit Zick-Zack-Stich verbinden. Das ergibt eine schöne flache Naht. (Eher für Filz empfohlen.)

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Kantenverarbeitung:

Kanten können grundsätzlich offen gelassen werden,  da sie ja wie gesagt nicht ausfransen. Abhängig vom jeweiligen Stück und dessen Verwendung möchte man aber vielleicht doch die Kante versäubern. Auch hier bieten sich mehrere Möglichkeiten an:

Möglichkeit No. 1: Mit einem Overlockstich oder passendem Zierstich einfassen.

walkmitoverlocknaht

Möglichkeit No. 2: Kantenverstärkung mit Streifen aus derselben Qualität

kantenverarbeitungwalk
Am Beispiel einer Arm- bzw. Halslochverarbeitung. Die Kanten sind nur geschnitten. Der gleichmässig zugeschnittene Streifen wird links auf links doppelt an die Kante gesteppt. Durch das Tragen verfilzt die Kante mit der Zeit und bleibt stabil.

 

Möglichkeit No. 3: Einfassen mit einer Wolltresse. Eine traditionelle und hochwertige Art der Kantenverarbeitung.walk_mit_wolleinfass

Soweit zum Thema. Ich möchte anmerken, dass diese Beispiele sicher um weitere Arbeitstechniken ergänzt werden können. Die Aufzählung pocht nicht auf Vollständigkeit, sondern ist mein ganz persönlich Wissen, das ich im Umgang mit gefilzten Stoffen im Laufe der letzten Jahre erworben habe. Kennst Du noch andere Verarbeitungen oder hast Tipps im Umgang mit den besprochenen Materialien? Schreibe mir gerne Deine Erfahrungen und teile sie mit allen interessierten Lesern.

Herzlichst UnterschriftIngrid

 

Geschrieben am

Auf Engelsflügeln – ein besonderer Schlüsselanhänger

IMG_3516aLiebe Schneiderlinge,

kennt Ihr diese Anrede – der allerliebste Guido Maria Kretschmer hat ihn in seiner  Sendung  „Geschickt eingefädelt“  verwendet und weil mir diese Wortschöpfung so gut gefällt, leihe ich sie mir kurzerhand aus. Diese Anrede ist einfach passend und liebenswert zugleich.

Weihnachten naht, damit will ich niemandem drohen, obwohl man das, aufgrund der großen Erwartungen, die wir im Allgemeinen mit diesem wunderbaren Fest verbinden, manchmal doch als Drohung verstehen könnte (Etwa so…wenn Du nicht bald alle Geschenke für Deine Lieben beisammen hast, schaffst Du es nicht mehr und dann….). Ihr lest es schon raus – bei mir hat sich bereits ein gewisser Druck aufgebaut. Nicht ohne Begründung –  kenne ich mich doch mittlerweile gut genug um zu wissen, dass ich mich leicht verzettle.

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Aber nein, ich bin auf dem Weg. Vorgestern war ja bekanntermassen der 3. Advent und ich war dermassen inspiriert von meiner eigenen Dekoration im Wohnzimmer, dass ich mich an das Thema Geschenke heranwagte. Um abzukürzen, nehme ich es vorweg: ich habe mir Schlüsselanhänger überlegt und auch angefertigt, passend zum Fest und zu meiner beflügelten Stimmung – mit applizierten Engelsflügeln.

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Ganz so einfach, wie ich mir das vorstellte war es dann doch wieder nicht: Das Einschlagen der Ösen stellte mich (wie schon des Öfteren) vor gewisse Probleme, da ich über keine professionelle Maschine verfüge, sondern nur mit den Gerätschaften für Hobbynäher. Die ersten Ösen verhaue ich grundsätzlich. Hat jemand einen Tipp, mit welchem Werkzeug man Ösen professionell und problemfrei einbringen kann,  ich wäre sehr dankbar. Nach einigen Fehlversuchen hatte ich endlich die richtigen Werkzeugspitzen gefunden und es war ganz einfach.

Die Anhänger sind aus Filz, mit einer Applikation aus metallisch beschichtetem Leder und werden an liebe Menschen verschenkt.

Auf der Suche nach einem passenden Spruch ist mir dieser untergekommen:

Wie ein Engel ausschauen ist leichter, als einer sein.

Eine schöne Adventszeit mit persönlichen Lichtblicken

wünscht Euch UnterschriftIngrid

verlinkt bei creadienstag, dienstagsdinge, handmade on tuesday

Geschrieben am

Den richtigen Stoff zum Schnittmuster auswählen


IMG_1952aKleidung selbernähen hat in Zeiten von Billigkleidung einen völlig neuen Stellenwert bekommen. Es erfordert neben dem Können – je nach Projekt – einen entsprechenden Zeiteinsatz und es muss das passende Material und nicht zu vergessen das Schnittmuster gekauft werden. Bei soviel Invest wünschen wir uns natürlich, dass es gelingt und unsere Vorstellung, von einem gut sitzenden und zu uns passenden Kleidungsstück wahr wird. Einen sicherlich wesentlichen Beitrag zum Gelingen, leistet die Auswahl des richtigen Stoffes.

Es gibt zwei gängige Wege zu einem selbstgenähten Kleidungsstück zu kommen: entweder ist der Schnitt bereits vorhanden und man sucht das passende Material dazu oder der Stoff wurde irgendwann früher gekauft, man hat auch schon eine Idee und sucht jetzt nur noch ein Schnittmuster.  Wie auch immer die Ausgangssituation ist, bevor wir uns entscheiden, müssen unbedingt einige Fragen geklärt werden.

Mit meinen Überlegungen möchte ich im Besonderen auf die erste Situation eingehen, da hier meiner Meinung nach die Entscheidung schwieriger ist, denn aus Erfahrung weiss ich, wer aufs gerate wohl (von wegen, der Stoff ist ja so schöööön, den muss ich haben, ausserdem daraus nähe ich mir…) Stoff kauft, hat in der Regel zumindest eine vage Vorstellung, was er daraus nähen will (da können dann mitunter mehrere Jahre vergehen – bei mir zumindest – bis der ehemals gekaufte endlich verarbeitet wird).

Also gut –  soweit die Einleitung, kommen wir zum Thema: Am Beispiel eines Kleides möchte  ich veranschaulichen, was vor dem Stoffkauf bedacht werden will (wahlweise auch könnte…).

Ich habe also den meiner Meinung nach idealen Kleiderschnitt gefunden. Es ist ein figurnahes ärmelloses Etuikleid. Die Materialempfehlung für das Kleid lautet: leichter Wollstoff + Futter. Das ist aber nur eine Empfehlung und der möchte ich in diesem Fall nicht folgen, da ich weder Wolle noch Futter verarbeiten möchte. Aber welches Material dann? Und hier komme ich endlich zur ersten Frage:

Frage 1: Wo und wann möchte ich das Kleidungsstück tragen? Diese Frage ist wesentlich ( ausser man verfügt über einen riesigen Kleiderschrank, wo sämtliche Sachen für die man doch nicht soviele Tragegelegenheiten hatte, wie ursprünglich angenommen, auf ihren nächsten Einsatz warten, der vielleicht nie mehr kommt). Ich in meinem Fall also beantworte die Frage nun so: Das Kleid soll nicht für einen speziellen Anlass sein, ich möchte es in meinem normalen Alltag mit Selbständigkeit im homeoffice und 2 Kindern tragen.

Frage 2: Welche Eigenschaften sind mir besonders wichtig?
Es muss einkaufstauglich (ich möchte also auch in der Öffentlichkeit damit gut angezogen sein) sein und es soll mich an einem normalen  Nachmittag mit zwei Kindern weder einengen noch behindern und nicht jeder Fleck, soll gleich zu sehen  bzw. nur durch vollständiges Waschen oder Reinigung zu entfernen sein. Auch zum Kochen und Blumengiessen möchte ich mich nicht umziehen (Anmerkung für meine Schwester: weisst du noch wie ich im bodenlangen lila Schimmerjaquardrock Unkraut gejätet habe…). Überhaupt ist Bequemlichkeit bei mir meist ein Thema, ein Etuikleid ist zwar körpernah – aber durch die entsprechende Stoffauswahl (mit Stretch) und einen relaxten Schnitt wird es für mich täglich tragbar.

Frage 3: Ist die Jahreszeit ein Thema oder soll es jahreszeitenunabhängig sein? Also ich möchte  mein Kleid in der warmen Jahreszeit tragen. Im Frühling vielleicht mit Strickcardigan und im Sommer an heissen Tagen einfach so.

Frage 4: Wieviel Meter brauche ich und was will ich ausgeben? 

Frage 5: Welche Stoffe gefallen mir persönlich, was passt zu mir?

Puhh, ganz schön viele Anforderungen: daraus lässt sich meiner Meinung nach folgendes ableiten: das Material soll strapazierfähig sein, idealerweise einen leichten Stretchanteil  haben, eher dunkel oder mehrfarbig als zu hell und uni. Ausserdem keine zu kompakte Qualität und ich möchte es nicht füttern, da ich persönlich gefütterte Kleider nicht mag ( persönliche Vorlieben spielen natürlich eine grosse Rolle). Hierzu würden von den gängigen Materialien am ehesten eine leichte Jeansqualität  oder ein bedruckter Baumwollstoff (Leinwandbindung) alles mit einem kleinen Stretchanteil passen. Auch Jersey könnte ich mir noch vorstellen, aber in Kleiderqualität und ebenfalls bedruckt. Keinesfalls in die engere Wahl käme Leinen ( egal wie edel das angeblich knittert) oder  Viskose und sämtliche Gewebe die keinen Stretchanteil haben.
Aus Jeans würde das Etuikleid, wenn man z.B. mit Kontrastabsteppungen arbeitet, schön sportlich wirken, das würde mir schon mal sehr gut gefallen.
Als bedruckten Baumwollstoff kann ich mir die aktuellen Photoprints sehr gut vorstellen, da treten Schnittdetails in den Hintergrund und man lässt die Farben und Muster wirken ( Aber Achtung: je auffälliger das Muster und die Farbigkeit, desto schneller sieht man sich erfahrungsgemäss satt).
Immer wieder reizvoll finde ich auch klassische zweifarbige Muster z. B. Pepita oder andere einfache Karos oder auch feine Streifen oder Punkte.

Diese Ausführung pocht weder auf Vollständigkeit noch darauf, dass man es genauso sehen muss. Sie soll einfach nur einen Anreiz bieten, welche Überlegungen der endgültigen Materialauswahl vorangehen könnten. Bekanntermassen ist gerade die Mode vielfältig und facettenreich und persönliche Vorlieben spielen eine riesige Rolle. Was dem einem wichtig ist, kann für den anderen keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen und genau deshalb sollte man sich vor der Auswahl des Stoffes vor allen Dingen fragen, was ist mir ganz persönlich wichtig und wie möchte ich mich in dem Kleidungsstück fühlen. 
Gelingt es diese Fragen zu beantworten und das gewünschte Material zu finden, kann es uns (und hier ist der Schnitt entscheidend) tatsächlich gelingen, ein richtiges persönliches Lieblingsstück zu nähen. Ein Kleidungsstück, das zu uns passt in  dem wir uns wohlfühlen und für das wir vielleicht sogar Komplimente bekommen – genau das ist es doch, was wir wollen.

Wer´s bis zum Ende geschafft hat – vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Hast du noch mehr Anregungen oder wie wählst du das Material aus? Mich würde sehr interessieren, was dir bei der Stoffauswahl wichtig ist!

Es grüßt herzlichst

Ingrid

PS:Im nächsten Beitrag möchte ich übers Zuschneiden, und was dabei beachtet werden    sollte, schreiben.