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Jeansrefashion – Rock Kittigirl 8 x anders

Liebe LeserIn,

das Thema Refashion liegt mir sehr am Herzen – deswegen schreibe ich heute nochmal darüber. Schon der letzte Blogbeitrag handelte davon, dass man aus aussortierten Jeans z. B. noch richtig coole Kinderröcke nähen kann. Im Rahmen des Probenähens zu Rock Kitti_girl sind diese Beispiele entstanden. Sie wurden alle ausnahmslos aus alten Jeans geschnitten und genäht, eben Jeansrefashion.

Dieser Rock sieht aus wie neu, dennoch ist der Stoff gänzlich aus einer alten Jeans geschnitten  – zumindest am Used-Look sieht man das noch. Johy hat ihn mit ganz tollen Details aufgemotzt. Das Herzchen ist aus Snappap gestanzt – hat sie uns verraten.

Auch innen ist der Rock vorzeigbar – schaut Euch mal diese akkurate Saumverarbeitung mit Schrägband an.
Ganz anders bei Jennifer. Sie konnte sogar die vorderen Taschen so wie sie waren mitverwenden – ist das nicht toll!Ja und die Potaschen…3 x dürft Ihr raten, auch sie sind von der Originaljeans. Noch einfacher hat es sich Elisabeth gemacht: Als Bündchen hat sich ein fertiges Rüschengummi (gibt es in unterschiedlichen Breiten und vielen Farben) an den Rock genäht. Erratet Ihr, aus welchem Teil der alten Jeans, der Rock geschnitten wurde? Manchmal haben die alten Lieblingshosen ja noch besondere Details, so wie diesen Herz von Steffi. Wieso nicht einfach wieder mitverarbeiten und sich dran erfreuen.
Dieses kleine Fräulein wollte es ganz schlicht aber trotzdem cool. Wird gemacht, hat Mama gesagt und nähte diese Kitti mit echten Löchern, die der Schwager in jahrelanger liebevoller Arbeit erledigt hat. Der Saum wurde händisch ausgefranst.

Alle Fotos sind verlinkt, wenn Ihr mehr von den Nähkünsten dieser Frauen sehen wollt, einfach die Fotos anklicken 🙂 Auch im destroyed Look mein Nähbeispiel…und damit die Seitennaht am ausgefransten Saum nicht aufgeht – habe ich sie mit einem roten Dreieck fixiert.

Achtung, jetzt wird es ganz wild. Deine Jeans hat keine Löcher? Du kannst den Alterungsprozess beschleunigen – z. B. mit einer Zitruspresse.
Weil die Ausgangshose für Gr. 146 zu eng war, um das Vorder- und Rückenteil rauszuschneiden, brauchte ich 2 Hosen. So kommt dieser witzige Effekt mit unterschiedlichen Waschungen und Farben zu Stande. Und der Stepp? Dreifachstepp von links genäht – mit 2 Garnfarben.
..oder so mit angesagten Patches und mitverwendeter Kappnaht. Die beiden Taschen wurden mit farbigem Garn aufgesteppt.

Und wer einen Plotter sein Eigen nennt, kann dann den Rock mit flotten Plots verschönern. So hat es Sonia von bysoneken gemacht.

So, nun hoffe ich, dass Du die alte Lieblingsjeans aus dem Keller holst und schon bald daraus ein liebevoll erdachtes und genähtes Stück – vielleicht ja sogar eine Kitti_girl daraus wird.

Herzlichst

Ingrid

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Bermuda mit Knopfleiste

Liebe Nähfreunde, liebe Leser,

Wunschgemäss gibt es für das Ebook Jeanshose PIPA_B ab sofort eine kostenlose Erweiterung: Eine Knopfleiste. Nun ist es also möglich die Jeans entweder mit Reißverschluss oder mit Knopfleiste zu nähen.

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Upps – die ist ja gar nicht lang – stimmt, auch der Abnäher auf Kniehöhe ist weg. Wie geht das? Jeansschnitt in der gewünschten Länge kürzen, eventuell Weite am Bein verändern (habe ich gemacht – etwas weiter gezeichnet). Den Abnäher habe ich einfach unter den Tisch fallen lassen, das Schnittmuster endet wie jede schlichte Hose gerade – naja fast.
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Der Schlitz ist mit Leder eingefasst, passend zur Münztasche aus Leder – kleine Spielerei. Mal sehen, wie sich das beim Waschen verhält. BlusenshirtMELI_0010

Die Hose ist übrigens ein Recycleobjekt aus einer modisch nicht mehr aktuellen Chino meines Mannes (angeblich viel zu weit???) Das war ein Getrenne, kann ich nicht empfehlen und knapp war es auch. Was ich bloss immer für Ideen habe, keine Ahnung, wie ich auf sowas komme. Ach so stimmt, ich fand den schlichten Baumwollköper gut. Apropos knapp – an der Hüfte sitzt sie knackiger als gewünscht. Zuerst war sie schön weit, zu weit, wie ich fand – na gut denke ich, nähe ich halt beidseitig in der Seitennaht etwas ab (schnell, schnell so Pi mal Daumen…) und wie ich sie dann nochmal anziehe, hatte ich natürlich zuviel weggenäht, mit der Overlock versteht sich. Es ist ja so praktisch, dass das Overlockmesser auch gleich alles wegschneidet  😯 .

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Zur Bluse gibt’s auch was zu sagen: Sie ist nach dem Blusenshirt MELI genäht mit verändertem Ausschnitt und etwas glockigeren Ärmeln. Mehr zu den Details möchte ich in meinem nächsten Artikel schreiben.
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Danke fürs mitlesen ich grüße Euch mit diesem traumhaften Mageritenstrauß. Der Artikel wurde verlinkt bei rums.

UnterschriftIngrid

PS:  Alle, die PIPA_B bereits bestellt haben und auch gerne die Erweiterung hätten, dürfen sich gerne unter info@b-patterns.com bei mir melden.

Knöpfe: Knopftruhe, Hosenstoff: recycled

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Hängerchen aus aussortiertem Herrenhemd – Gratisschnittmuster


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An den letzten megaheissen Tagen schoss es mir sozusagen siedend heiss ein, was man aus einem aussortierten Herrenhemd machen könnte (hat man natürlich schon öfter in Varianten gesehen). Irgendwann sind Kragen und Manschetten abgenutzt, der restliche Stoff aber viel zu schade zum Wegwerfen. VOILÀ – hier mein 1-Stunden-Projekt: Ich wollte noch Seitennahttaschen dazufügen, das wurde mir aber von der Trägerin (die erstaunlich genau weiß, was sie will oder auch nicht…) untersagt. Man könnte diese entweder aus den Ärmeln oder auch sehr schön, aus einem Kontrastmaterial – passend zum Band –  schneiden.
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Die Knöpfe habe ich entfernt und die Naht in die Rückenmitte gelegt. Die Brusttasche habe ich ebenfalls abgetrennt. Es wäre aber auch denkbar, sie zu belassen und z.B. das VT mit Tasche + Knopfleiste zu arbeiten. Vorder- und Rückenteil sind identisch.

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Als Durchzug musste ein farbiges Schuhband herhalten – zufällig genau die richtige Länge. Es wird einfach durch den gesteppten Tunnel geführt. Die Blume ist aus Papier, ich hatte sie schon mal gezeigt, schau mal hier.

IMG_1090 Kopie Zuschnitt: Vorhandenes Hängerchen auf das Hemd gelegt, grosszügig drumherum geschnitten – da die obere Kante ja eingereiht wird, darf da ruhig ein bisschen mehr Weite sein. Die fertige Länge habe ich so wie sie war gelassen. Für euch habe ich nun den Schnitt auf Papier aufbereitet. Er passt für Größe 110 – 134 als Eingrößenschnitt, bei dem man nur die Gesamtlänge je nach Körpergröße ändert. Und wenn du es  hüftkurz machst, hast du ruck-zuck ein luftiges Blusentop.IMG_2264 Kopie

Jaaaaaa, das hätte der kleinen Dame gefallen – Mama ordentlich einwässern. Aber zum Glück war da die Scheibe dazwischen.

Und hier nur für dich: SchnittHaengerchen. Schnell Papas Schrank durchwühlen … aaahhh das Schöne gepunktete zieht er eh nie an und es kann losgehen….(für etwaige Ehekräche und beleidigte Ehemänner kann leider keine Haftung übernommen werden).

Und für alle die mögen, soll hier eine Sammlung eurer neu genähten Kleidungsstücke aus aussortierten Hemden entstehen, als Anregung und Ideensammlung für alle.

LINKSAMMLUNG: RECYCLE ME

genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts
genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts

Verlinkt bei: Kostenlose Schnittmuster, Meitlisache, creadienstag, Handmadekultur.

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Second Hand goes upcycling

Liebe Leser,

meinen Kindern nähe ich selten Kleidung. Ich habe festgestellt, dass ich auf Flohmärkten sehr gut (zumindest bis ca. Gr. 140) fündig werde. Zuhauf gibt es modische gut erhaltene Kinderklamotten zum günstigen Preis und nicht zuletzt sind die widerlichen Giftstoffe, auf die viele Firmen scheinbar nicht verzichten können, wohl zumeist schon rausgewaschen. Gründe genug für mich (abgesehen vom Thema Recycling und positiver CO2 Bilanz als wünschenswerte Nebeneffekte) mich ab und zu mal in das Getümmel eines Kinderkleiderbazars zu werfen.

Und dann ist das ja noch nicht alles. Das eine oder andere Stück möble ich mit geringstmöglichen Aufwand auf. So geschehen bei diesem Outfit. Alles ist 100 % aus zweiter Hand. Schuhe und Rock habe ich noch aufgehübscht. Die Shirtbluse blieb wie sie war. Fürs Foto wurde sie mit einer überdimensionierten Papierblüte geschmückt. Aber schaut euch doch einfach mal die Bilder dazu an:

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Einmal das Komplettoutfit mit Kreppblume bitte sehr.2ndhand_0007 Kopie

Den Rock habe ich ganz dezent am Saum mit „Pusteblumen“ bedruckt (kleine Siebe). Siehe auch Artikel zum Thema Siebdruck.
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Die tollen Zehentrenner  aus Leder sind mir sofort ins Auge gestochen. Neu darauf sind die Lederpuschel. (Anmerkung der Autorin: Die Fußnägel von Siebenjährigen werden hier in Schwaben noch nicht manikürt).

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Das Shirt hat uns eine ganz liebe Nachbarin geschenkt. Der Enkelin war es zu klein. Danke Frau A. Sie sind sowieso ein Schatz.

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Und die Papierblume kann man schnell selbermachen – die Kinder werden es lieben mitzumachen. Anleitungen dazu finden sich im Internet zuhauf. Stichwort: Pompons selbermachen.

So habe ich die Lederpuschel angefertigt:

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Lederstreifen aus möglichst dünnem Leder oder Lederimitat ca. 5  breit zuschneiden. Länge je nach Dicke des gewünschten Puschels. Dieser Streifen ist gut 20 cm. Falten und kantig steppen. Mit einer scharfen Schere in jeweils 2 mm  Abstand bis knapp zur Naht einschneiden. IMG_0818

 

Fest schneckenförmig aufrollen und rückseitig mit Stichen fixieren. (Jetzt ist man froh, wenn man weiches und dünnes Leder zur Hand hatte).IMG_0819 Kopie

Mit dem Trenner oder einer spitzen Schere ein Loch vorbohren und die Puschelblume mit der Hand festnähen. Pfriem ja natürlich – auch ein hervorragendes Werkzeug für solche Zwecke.

Eigentlich habe ich auch noch irgendwo Bilder des Rockes im „Rohzustand“ – aber wo bloß? Trotz intensiver Suche, konnte ich sie meinem Rechner nicht entlocken, denn gemacht habe ich sie schon im frühen Jahr und dann „gut aufbewahrt“.  So hoffe ich nun, dass ihr die Sache mit dem „Drucken“ trotzdem glaubt, trotz fehlender Vorher-Nachher-Fotos.

Was denkt ihr über Secondhand? Kauft ihr da auch das eine oder andere Stück, woran ihr dann hoffentlich noch lange Freude habt?

Achso und vielleicht auch noch interessant: Mein materieller Invest für die Schuhe waren € 3,– und für den Rock € 5,–. Lederrest und Druckutensilien habe ich ja zu Hause. Da ist ist doch toll oder?

es grüßt euch herzlichst und in der Hoffnung auch von euch was zu hören,

Ingrid

Verlinken durfte ich freundlicherweise bei  „upcyclingdienstag“ und bei „creadienstag„. Außerdem das 1. Mal bei „Mehrte´s“ und bei „create in Austria„.

 

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Kräuterduftkissen – oder beim Teetrinken die Welt vergessen

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Letztes Jahr habe ich ein Kräuterduftkissen geschenkt bekommen. Heute gebe ich die Idee weiter an alle unter euch, die gerne beim Teetrinken die Welt vergessen und sich dabei einen zarten Kräuterduft um die Nase wehen lassen möchten.IMG_1133 KopieIMG_1142 Kopie

Kräuterduftkissen – was ist das eigentlich? Im Überzug stecken – in einer Gazehülle – getrocknete Kräuter, die durch die Wärmeentwicklung einer heissen Kanne, die man daraufstellt,  ihren Duft verströmen. Das Auftropfen von Duftölen auf die Kräutermischung verlängert und verstärkt das Dufterlebnis. Vielleicht möchtest du das Duftkissen nachnähen – ich habe eine Kurzanleitung vorberereitet: KLICK

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Es ist ein überschaubares Nähobjekt, bei mir aus Resten genäht. Eine mit Indigo selbstgefärbte Leinenserviette habe ich allerdings dafür geopfert. Die Kräuter sammelte und trocknete ich übers Jahr im Garten und bei Spaziergängen. Der Druck stammt noch von meiner Drucksession im Sommer  – KLICK – und wurde mit der Nähmaschine frei bestickt.

Und die getrocknete Artischocke im Hintergrund hat jetzt auch endlich ihren Einsatz. Dieses Foto zeigt sie im halbtrockenen Zustand im Sommer. Für mich eine exotische Schönheit.

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Und so findet gegen Ende des Jahres vieles zusammen, was ich übers Jahr gesammelt habe. Mit diesem Beitrag möchte ich mich auch bei euch verabschieden. Ich wünsche euch frohe und wunderschöne Weihnachten mit viel Zeit und Muße für euch und eure Lieben.

Wenn ihr mögt, bis nächstes Jahr…

Herzlichst Ingrid

verlinkt wurde dieser Beitrag bei Creadienstag, Upcycling Dienstag, link your stuff

LikestempelSag doch mal „Hallo“ auf Facebook, da gibts noch mehr von b-patterns.

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Aus altem Pulli wird ein (fast) neuer Loopschal

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Eigentlich ist das ja ein aufgewärmter Artikel von mir. Anfang des Jahres hatte ich bereits die 1. Version des Loopschals genäht und die Anleitung hier kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Schal hat mich toll warm gehalten, wurde bewundert, die Anleitung von vielen Blogleserinnen runtergeladen – aber eines hat mich immer gestört – die „unsaubere“ Innenseite. Jawohl unsauber – das können traditionell ausgebildete Schneiderinnen wie ich gar nicht leiden (unsere ehemalige Lehrerin hat uns ständig wegen weghängender Fäden, krummer Nahtzugaben etc. genervt und das hat sich – zumindest ein bisschen – festgesetzt). Monate später, genau gesagt, gestern, ist mir eingefallen, wie ich den Schal viel besser verarbeiten kann. Es ist easy, eigentlich liegt es auf der Hand.

Nämlich so:IMG_0729 Kopie

Einfach innen mit Jersey (z.B. ausgedientes T-Shirt) verstürzen. (bei der 1. Version hatte ich einfach nur die Ränder versäubert, breit nach innen geschlagen und mit unsichtbaren Stichen festgenäht). Diese Verarbeitung mit Jerseyinnenseite hat 2 Vorteile, jetzt ist die Innenseite nicht nur sauber, sie kratzt auch nicht mehr. 

So sah also der etwas aus der Form geratene Pullover aus (iiihhhh –  ich weiss, schnell das nächste Foto ansehen), der dran glauben mußte. Aussen völlig verpillt (nervt euch das eigentlich auch so, man kauft sich ein neues Wollteil, zieht es ein paar Mal an und eh man sich`s versieht, ist alles voller Knötchen) aber innen  – der Linksstrick  – sah erstaunlicherweise noch gut aus. Da mußte etwas daraus gemacht werden. Wollpullis einfach wegwerfen gibt’s hier nicht. (Ja liebe U… fühl dich ruhig angesprochen, Cashmerepullis mit Mottenloch einfach wegwerfen…tzzz, was hätte man da noch alles Schönes daraus machen können, aber nun ist es zu spät).IMG_7729 Kopie

Ich bezeichnete also einen geraden Schlauch, heftete, versäuberte, verstürzte mit dem Shirtstoff (den habe ich deutlich schmäler zugeschnitten als den Strick, damit man ihn nicht sieht) und heraus kam  – ein neuer kuscheliger Loopschal ganz ohne Stricken und natürlich viel schneller als Stricken war es auch.

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Mein Fazit: Was für Gulasch und Eintopf gilt, gilt in diesem Fall auch für meinen Loop. (Aufgewärmtes muss nicht immer schlecht sein).IMG_0980 Kopie

Und für alle, die das jetzt ganz genau wissen wollen, habe ich hier extra nochmal eine neue Anleitung zum Runterladen geschrieben.

Only for you 😀 :  Loopschal

Herzlichst

Eure Ingrid

LikestempelDein Like oder dein Kommentar, wenn dir meine Anleitung gefällt, freut mich erstens irre und spornt mich 2. an, weitere kostenlose DIY-Anleitungen zu schreiben, versprochen!:-)      und wer jetzt schnell ist, kann auf meiner FB-Seite sogar noch eines von 5 Ebooks gewinnen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.11. 

verlinkt bei Creadienstag

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Stoffmanipulation #2 – Siebdruck

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Hier zeige ich die 2. Farbvariante eines von mir im Siebdruck angefertigten Kissens mit Blütendruck. Ich finde diese abstrahierte Blüte so schön, dass ich einen weiteren Farbweg ausprobieren wollte. Das Muster ist frei – ohne Rapport (also steter Wiederholung im selben Musterablauf) gestaltet. Bei den Blüten in rosé ist die Farbe etwas verlaufen (ich habe eine neue Farbmarke ausprobiert). Aber so ist das beim Druck, was drauf ist – sitzt. Für mich stimmt der Gesamteindruck und ich übe mich darin, mich nicht allzusehr am Detail festzuhängen. Mit zuviel Perfektionismus macht man sich die Freude am Selbermachen kaputt.

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Das Kissen war übrigens jahrelang als Unikissen in Gebrauch. Deswegen ist der Beitrag auch unter Upcycle zu sehen.

Das Betthaupt habe ich mit Canvas bezogen und mir diesen etwas verspielten Schleifenabschluß überlegt. Ganz glatt war mir einfach zu langweilig. Es ist nicht schwer zu nähen, man muß genau messen und wie immer beim Nähen, etwas Zeit investieren.

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Mögliche Inspirationen für diese Farbvariante:

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Jungfer im Grünen – so heißt die Blume, die nach dem Verblühen diese ungewöhnlich detailreichen Samenkapseln ausbildet. Ich habe sie im Strauß (Bild oben) miteingebunden und aus den Resten noch eine Blütengirlande mit Lavendel geflochten. Das es langsam Abend wurde, kann man schön an den sich verändernden Lichtverhältnissen auf den Fotos sehen.

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Rosé, dunkles Violett, Naturtöne und noch soviel mehr an Farbschattierungen. Was ich schon oft festgestellt habe, trifft auch hier für mich zu. Das, scheinbar unscheinbare Blumen im Verbund bzw. wenn man sie in mit anderen Pflanzen arrangiert, wunderschön zur Geltung kommen.

Wenn du dir jetzt den 1. Farbweg ansehen möchtest, bitte hier entlang: KLICK

Ich hoffe, Euren Augen ein wenig Freude bereitet zu haben

Herzliche Grüße

Ingrid

verlinkt bei rums

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Stoffmanipulation #1 – Siebdruck

Stoffe, nähen, bedrucken, bearbeiten – diese Themen begleiten mich seit mehr als 30 Jahren (wenn ich es ganz genau nehme – in meinem About habe ich es nicht ganz genau genommen und 25 geschrieben). Ich war gerade 12 und ganz verliebt in die Teeniegruppe THE TEENS und das wollte ich der ganzen Welt mitteilen – auch ohne FB und Google. Also habe ich mir aus heiterem Himmel, ohne irgendwelche Vorlagen meine allererste Tasche genäht und auch bedruckt. Sie war rot, herzförmig und mit Kartoffeldruck hatte ich in schwarzen Lettern eben diesen Boygroupnamen mittig auf die Tasche gestempelt. Eine dicke braune Lederschnur diente als Schulterriemen. Was da jetzt vor des Lesers Auge Gestalt annimmt, war natürlich einfachst und geschmäcklerisch fragwürdig; trotzdem war es der eindeutige Beginn meiner textilen Laufbahn und entlockt mir heute ein verklärtes nachsichtiges Lächeln. Was mache ich in Sachen Stoffdruck heute:

Siebdruck 

(für den Hausgebrauch sozusagen)

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Der Drucktplatz am Gartentisch ist schnell aufgebaut, bedruckt wird ein „alter“ Kissenbezug.

 

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Textilfarbe wird auf das Sieb aufgebracht

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vorsichtig abziehen
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…und nach 2 Farbdurchgängen…staunen!

Ein bißchen nett dekoriert und drapiert sieht es dann so aus:

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oder so:

IMG_9425 Kopie IMG_9417 KopieLikestempelAnmerkung: Angesichts dieses Anblicks möchte ich versuchen, eventuell aufkommende Neidgefühle zu dämpfen, indem ich zugebe, daß ich dieses Jahr hier noch nicht gelegen habe – es aber fest vorhabe.

Herzlichst, Ingrid

verlinkt bei Creadienstag und Create in Austria

Da es sich um einen ca. 10 Jahre alten Unikissenbezug  aus meinem Schrank handelt- darf der Beitrag auch in die Kategorie Upcycling.