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Jeansrefashion – Rock Kittigirl 8 x anders

Liebe LeserIn,

das Thema Refashion liegt mir sehr am Herzen – deswegen schreibe ich heute nochmal darüber. Schon der letzte Blogbeitrag handelte davon, dass man aus aussortierten Jeans z. B. noch richtig coole Kinderröcke nähen kann. Im Rahmen des Probenähens zu Rock Kitti_girl sind diese Beispiele entstanden. Sie wurden alle ausnahmslos aus alten Jeans geschnitten und genäht, eben Jeansrefashion.

Dieser Rock sieht aus wie neu, dennoch ist der Stoff gänzlich aus einer alten Jeans geschnitten  – zumindest am Used-Look sieht man das noch. Johy hat ihn mit ganz tollen Details aufgemotzt. Das Herzchen ist aus Snappap gestanzt – hat sie uns verraten.

Auch innen ist der Rock vorzeigbar – schaut Euch mal diese akkurate Saumverarbeitung mit Schrägband an.
Ganz anders bei Jennifer. Sie konnte sogar die vorderen Taschen so wie sie waren mitverwenden – ist das nicht toll!Ja und die Potaschen…3 x dürft Ihr raten, auch sie sind von der Originaljeans. Noch einfacher hat es sich Elisabeth gemacht: Als Bündchen hat sich ein fertiges Rüschengummi (gibt es in unterschiedlichen Breiten und vielen Farben) an den Rock genäht. Erratet Ihr, aus welchem Teil der alten Jeans, der Rock geschnitten wurde? Manchmal haben die alten Lieblingshosen ja noch besondere Details, so wie diesen Herz von Steffi. Wieso nicht einfach wieder mitverarbeiten und sich dran erfreuen.
Dieses kleine Fräulein wollte es ganz schlicht aber trotzdem cool. Wird gemacht, hat Mama gesagt und nähte diese Kitti mit echten Löchern, die der Schwager in jahrelanger liebevoller Arbeit erledigt hat. Der Saum wurde händisch ausgefranst.

Alle Fotos sind verlinkt, wenn Ihr mehr von den Nähkünsten dieser Frauen sehen wollt, einfach die Fotos anklicken 🙂 Auch im destroyed Look mein Nähbeispiel…und damit die Seitennaht am ausgefransten Saum nicht aufgeht – habe ich sie mit einem roten Dreieck fixiert.

Achtung, jetzt wird es ganz wild. Deine Jeans hat keine Löcher? Du kannst den Alterungsprozess beschleunigen – z. B. mit einer Zitruspresse.
Weil die Ausgangshose für Gr. 146 zu eng war, um das Vorder- und Rückenteil rauszuschneiden, brauchte ich 2 Hosen. So kommt dieser witzige Effekt mit unterschiedlichen Waschungen und Farben zu Stande. Und der Stepp? Dreifachstepp von links genäht – mit 2 Garnfarben.
..oder so mit angesagten Patches und mitverwendeter Kappnaht. Die beiden Taschen wurden mit farbigem Garn aufgesteppt.

Und wer einen Plotter sein Eigen nennt, kann dann den Rock mit flotten Plots verschönern. So hat es Sonia von bysoneken gemacht.

So, nun hoffe ich, dass Du die alte Lieblingsjeans aus dem Keller holst und schon bald daraus ein liebevoll erdachtes und genähtes Stück – vielleicht ja sogar eine Kitti_girl daraus wird.

Herzlichst

Ingrid

verlinkt bei:

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Refashion: Kinderrock aus alter Jeans

Hallo,

wie gehts denn immer so? Ich hoffe, Ihr genießt den Sommer. Ich bin ja noch fix am Arbeiten, aber nicht mehr lange…uuuhhh, wie ich mich auf den Familienurlaub freue. Was mache ich so Wichtiges? Z. B. arbeite ich meinen lange aussortierten Jeansstapel ab?  Jeans ist ja so ein tolles Material, es wird mit jeder Waschung schöner und ist nahezu unverwüstlich und man kann mehr als nur Taschen oder Rockpassen aus alten Jeans machen.

Beispielsweise einen Kinderrock mit Bündchenbund 

Aufgepeppt mit diesen süßen Stickereistickern von Hamburger Liebe. 

Das praktische an alten Jeans ist, dass man z. B. die Seitennaht oder sogar die Taschen oder den Saum gleich ins neue Stück miteinbauen kann – das ist „Refashion“ pur. Hier wurde aus der inneren Seitennaht die Rücken- bzw. Vorderteilmittelnaht. Das geht ganz fix und der Used-Look ist auch gleich da. 

Hier also die Ausgangssituation und auf dem unteren Foto seht Ihr, wie ich das Schnittteil (aus „bösem“ Kunststoff -hä, wieso jetzt?…Refashion und Kunststoff…andere Geschichte :-), das sprengt jetzt den Rahmen)  an die innere Seitennaht gelegt habe. Die VM liegt genau in der Kante und die andere Hosennaht ist geöffnet, damit das Hosenbein schön flach liegt. Es ist übrigens das 1. Mal, dass ich Kunststoffplane versuchsweise zum Abpausen des Schnittmusters verwendet habe – empfohlen hat mir das Miriam von @mecki-macht. Aber darüber ein andernsmal – vielleicht. Mal sehen 😎 Hier mal der ganze Zuschnitt mit erstmals türkisem Bündchen, mehr ist es nicht.  Außer dem Bündchen geht alles aus der Jeans raus. Achso, Gummi habe ich schlußendlich noch eingezogen, damit alles da sitzt, wo es soll und zwar dauerhaft :-). Na, was sagt Ihr?

Und weil ich jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen bin, habe ich gleich noch einen nachgelegt. Dafür mußten gleich 2 Jeans unter die Schere – die waren wohl zu schmal geschnitten.  Immerhin braucht meine Süße ja Größe 146. Falls jemanden der Rock jetzt irgendwie bekannt vorkommt – yes – das ist Kitti_girl.

Der Saum darf ausfransen und die Tasche habe ich extra mit einem Reibeisen bearbeitet. Destroyed-Look – ist klar, oder?

Zwei verschiedenfarbige Jeans – warum auch nicht? Für den Stepp habe ich den 3-fach-Stepp-Stich genommen, eine Neuentdeckung für mich und zwar von links genäht mit 2 Farben. Das kommt dann so raus. Fand ich gut. 
Das hat Euch die Trägerin zu diesem Rock zu sagen. Und darüber muß man (also ich) schon sehr froh sein, denn die Geschmäcker wandeln sich derzeit ganz gewaltig. AUS dem Kleinmädchenlook sag ich nur.

Details:

  • Alle Jeans haben einen geringen Elasthananteil und sind gebraucht
  • das Schnittmuster für beide Röcke ist Kitti_girl Gr. 98-164 und wird nächste Woche fertig sein
  • Refashion ist mir ein echtes Anliegen und es hat mir riesig Spaß gemacht. Einige Probenäherinnen sind diesem Beispiel gefolgt, mehr dazu nächste Woche.

Mögt Ihr mir mal erzählen, was Ihr so mit Euren abgelegten Jeans macht, würde mich sehr interessieren.

 

Liebe Grüße

Ingrid

 

CIA_Blogheader_940-Schatten

Zum Mitnehmen:

 

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Bermuda mit Knopfleiste

Liebe Nähfreunde, liebe Leser,

Wunschgemäss gibt es für das Ebook Jeanshose PIPA_B ab sofort eine kostenlose Erweiterung: Eine Knopfleiste. Nun ist es also möglich die Jeans entweder mit Reißverschluss oder mit Knopfleiste zu nähen.

Blusenshirt_MELI_a_0014

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Upps – die ist ja gar nicht lang – stimmt, auch der Abnäher auf Kniehöhe ist weg. Wie geht das? Jeansschnitt in der gewünschten Länge kürzen, eventuell Weite am Bein verändern (habe ich gemacht – etwas weiter gezeichnet). Den Abnäher habe ich einfach unter den Tisch fallen lassen, das Schnittmuster endet wie jede schlichte Hose gerade – naja fast.
BlusenshirtMELI_0008

Der Schlitz ist mit Leder eingefasst, passend zur Münztasche aus Leder – kleine Spielerei. Mal sehen, wie sich das beim Waschen verhält. BlusenshirtMELI_0010

Die Hose ist übrigens ein Recycleobjekt aus einer modisch nicht mehr aktuellen Chino meines Mannes (angeblich viel zu weit???) Das war ein Getrenne, kann ich nicht empfehlen und knapp war es auch. Was ich bloss immer für Ideen habe, keine Ahnung, wie ich auf sowas komme. Ach so stimmt, ich fand den schlichten Baumwollköper gut. Apropos knapp – an der Hüfte sitzt sie knackiger als gewünscht. Zuerst war sie schön weit, zu weit, wie ich fand – na gut denke ich, nähe ich halt beidseitig in der Seitennaht etwas ab (schnell, schnell so Pi mal Daumen…) und wie ich sie dann nochmal anziehe, hatte ich natürlich zuviel weggenäht, mit der Overlock versteht sich. Es ist ja so praktisch, dass das Overlockmesser auch gleich alles wegschneidet  😯 .

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Zur Bluse gibt’s auch was zu sagen: Sie ist nach dem Blusenshirt MELI genäht mit verändertem Ausschnitt und etwas glockigeren Ärmeln. Mehr zu den Details möchte ich in meinem nächsten Artikel schreiben.
BlusenshirtMELI_0028

Danke fürs mitlesen ich grüße Euch mit diesem traumhaften Mageritenstrauß. Der Artikel wurde verlinkt bei rums.

UnterschriftIngrid

PS:  Alle, die PIPA_B bereits bestellt haben und auch gerne die Erweiterung hätten, dürfen sich gerne unter info@b-patterns.com bei mir melden.

Knöpfe: Knopftruhe, Hosenstoff: recycled

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Ein Puppenponcho mit Stiefelchen – Pulloverrecycling #3

Liebe Leser,

im heutigen Beitrag möchte ich Euch gerne ein weiteres Beispiel vorstellen, was man aus ausgedienten Wollpullovern Schönes machen kann und außerdem, wie bereits angekündigt, die Gewinner des neuen Ebooks SONIA_B bekanntgeben.

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Die Lieblingspuppe meiner Tochter heißt Rosie und ist kleidungsmäßig bereits bestens auf die bevorstehende Jahreszeit vorbereitet auch trendmässig, wie ich finde. Ponchos jetzt also auch für Puppen.
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Bereits im letzten Winter hatte ich zwei Beiträge zum Thema Pulloverrecycling geschrieben: Aus einem Pulli wurde ein Loopschal und es entstanden weiters schöne Wollkissenbezüge. In allen Beiträgen dieser Reihe geht es um die Weiterverwertung nicht mehr tragbarer Wollpullover (zu klein, ausgeleiert, verfilzt, durchgescheuert, unmodisch,…). Da ich persönlich, das Naturmaterial Wolle über die Maßen wertschätze, gebe ich ausgediente Wollsachen nie weg, sondern versuche etwas anderes aus den noch brauchbaren Teilen zu machen.

Das Besondere der Pulloververwertung in diesem Beitrag ist: Der Pullover (der mir leider leider zu eng war und wie ich fand und aus meinem Armen Wurstarme machte) wurde absichtlich aus Versuchszwecken in der Waschmaschine gefilzt (waschen im Baumwollwaschgang 40-60 Grad und normal schleudern) und erst dann weiterverarbeitet.

Der Puppenponcho ist „maßgeschneidert“ ohne Schnitt entstanden. Ich habe die Kanten nach Art von Walkjacken mit einer roten Strickbordüre eingefasst. Als Verschluss habe ich diesen Knebelverschluß gewählt, der seit langem in meiner Knopfkiste auf seinen Einsatz wartet. Er ist kunstvoll verschlungen – ein Posamentenverschluss. Filzponcho Rosi_0012 Kopie Filzponcho Rosi_0015 Kopie

Das Material sieht, wie ich finde, unglaublich wertig aus und ist meiner Meinung nach sogar noch schöner als vor dem Waschgang. Etwas weiter unten siehst Du Reste des Pullovers (bereits gefilzt) – er kommt ziemlich brettig aus der Waschmaschine – sehr kompakt jedenfalls. Filzponcho Rosi_0021 Kopie

Die Zwergenstiefelchen entstanden nach diesem selbstkreierten Schnittmuster. Filzponcho Rosi_0003 (1) Filzponcho Rosi_0001 (1)Näht man zwei Lagen Filz zusammen, lege ich zu Nähbeginn jeweils ein doppeltes Stück Filz (wird nicht mitgenäht) als Höhenausgleich hinter die Nadel unter den Nähfuss – so kippt dieser nicht nach hinten.
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Auch die restliche Kleidung ist, wie man ja leicht erkennen kann selbstgestrickt. Allerdings in diesem Falle nicht von mir, sondern von unserer lieben Oma, die sowohl die Kinder, wie auch deren „Kinder“ liebevollst bestrickt. Was für ein Glück.

Was macht Ihr eigentlich so aus alten Stricksachen?

Nun noch kurz zum 2. Thema: Wie Eingangs angekündigt, habe ich heute per random.org die Gewinner des Ebooks SONIA_B ermittelt (siehe auch letzter Blogbeitrag). Gewonnen haben folgende Nummern: 9, 7, 39, 4, 26

Ich gratuliere folgenden Damen zu Ihrem Gewinn:

Anne Heß, Jennifer G., Andrea, Jaqueline H. Mariz Voesenek.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen recht herzlich fürs Mitmachen und die freundlichen Kommentare, von denen ich jeden Einzelnen mit Freude lese. Die Gewinnerinnen werde ich persönlich in Kürze kontaktieren. Ich hoffe, Ihr freut Euch.

Soweit heute von mir, liebe Grüße bis demnächstUnterschriftIngrid

 

Verlinken durfte ich freundlicherweise bei creadienstag.

Rosie muss jetzt erstmal eine Runde schlafen, Fotoshootings sind ja so anstrengend :-).

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Hängerchen aus aussortiertem Herrenhemd – Gratisschnittmuster


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An den letzten megaheissen Tagen schoss es mir sozusagen siedend heiss ein, was man aus einem aussortierten Herrenhemd machen könnte (hat man natürlich schon öfter in Varianten gesehen). Irgendwann sind Kragen und Manschetten abgenutzt, der restliche Stoff aber viel zu schade zum Wegwerfen. VOILÀ – hier mein 1-Stunden-Projekt: Ich wollte noch Seitennahttaschen dazufügen, das wurde mir aber von der Trägerin (die erstaunlich genau weiß, was sie will oder auch nicht…) untersagt. Man könnte diese entweder aus den Ärmeln oder auch sehr schön, aus einem Kontrastmaterial – passend zum Band –  schneiden.
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Die Knöpfe habe ich entfernt und die Naht in die Rückenmitte gelegt. Die Brusttasche habe ich ebenfalls abgetrennt. Es wäre aber auch denkbar, sie zu belassen und z.B. das VT mit Tasche + Knopfleiste zu arbeiten. Vorder- und Rückenteil sind identisch.

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Als Durchzug musste ein farbiges Schuhband herhalten – zufällig genau die richtige Länge. Es wird einfach durch den gesteppten Tunnel geführt. Die Blume ist aus Papier, ich hatte sie schon mal gezeigt, schau mal hier.

IMG_1090 Kopie Zuschnitt: Vorhandenes Hängerchen auf das Hemd gelegt, grosszügig drumherum geschnitten – da die obere Kante ja eingereiht wird, darf da ruhig ein bisschen mehr Weite sein. Die fertige Länge habe ich so wie sie war gelassen. Für euch habe ich nun den Schnitt auf Papier aufbereitet. Er passt für Größe 110 – 134 als Eingrößenschnitt, bei dem man nur die Gesamtlänge je nach Körpergröße ändert. Und wenn du es  hüftkurz machst, hast du ruck-zuck ein luftiges Blusentop.IMG_2264 Kopie

Jaaaaaa, das hätte der kleinen Dame gefallen – Mama ordentlich einwässern. Aber zum Glück war da die Scheibe dazwischen.

Und hier nur für dich: SchnittHaengerchen. Schnell Papas Schrank durchwühlen … aaahhh das Schöne gepunktete zieht er eh nie an und es kann losgehen….(für etwaige Ehekräche und beleidigte Ehemänner kann leider keine Haftung übernommen werden).

Und für alle die mögen, soll hier eine Sammlung eurer neu genähten Kleidungsstücke aus aussortierten Hemden entstehen, als Anregung und Ideensammlung für alle.

LINKSAMMLUNG: RECYCLE ME

genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts
genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts

Verlinkt bei: Kostenlose Schnittmuster, Meitlisache, creadienstag, Handmadekultur.

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Second Hand goes upcycling

Liebe Leser,

meinen Kindern nähe ich selten Kleidung. Ich habe festgestellt, dass ich auf Flohmärkten sehr gut (zumindest bis ca. Gr. 140) fündig werde. Zuhauf gibt es modische gut erhaltene Kinderklamotten zum günstigen Preis und nicht zuletzt sind die widerlichen Giftstoffe, auf die viele Firmen scheinbar nicht verzichten können, wohl zumeist schon rausgewaschen. Gründe genug für mich (abgesehen vom Thema Recycling und positiver CO2 Bilanz als wünschenswerte Nebeneffekte) mich ab und zu mal in das Getümmel eines Kinderkleiderbazars zu werfen.

Und dann ist das ja noch nicht alles. Das eine oder andere Stück möble ich mit geringstmöglichen Aufwand auf. So geschehen bei diesem Outfit. Alles ist 100 % aus zweiter Hand. Schuhe und Rock habe ich noch aufgehübscht. Die Shirtbluse blieb wie sie war. Fürs Foto wurde sie mit einer überdimensionierten Papierblüte geschmückt. Aber schaut euch doch einfach mal die Bilder dazu an:

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Einmal das Komplettoutfit mit Kreppblume bitte sehr.2ndhand_0007 Kopie

Den Rock habe ich ganz dezent am Saum mit „Pusteblumen“ bedruckt (kleine Siebe). Siehe auch Artikel zum Thema Siebdruck.
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Die tollen Zehentrenner  aus Leder sind mir sofort ins Auge gestochen. Neu darauf sind die Lederpuschel. (Anmerkung der Autorin: Die Fußnägel von Siebenjährigen werden hier in Schwaben noch nicht manikürt).

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Das Shirt hat uns eine ganz liebe Nachbarin geschenkt. Der Enkelin war es zu klein. Danke Frau A. Sie sind sowieso ein Schatz.

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Und die Papierblume kann man schnell selbermachen – die Kinder werden es lieben mitzumachen. Anleitungen dazu finden sich im Internet zuhauf. Stichwort: Pompons selbermachen.

So habe ich die Lederpuschel angefertigt:

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Lederstreifen aus möglichst dünnem Leder oder Lederimitat ca. 5  breit zuschneiden. Länge je nach Dicke des gewünschten Puschels. Dieser Streifen ist gut 20 cm. Falten und kantig steppen. Mit einer scharfen Schere in jeweils 2 mm  Abstand bis knapp zur Naht einschneiden. IMG_0818

 

Fest schneckenförmig aufrollen und rückseitig mit Stichen fixieren. (Jetzt ist man froh, wenn man weiches und dünnes Leder zur Hand hatte).IMG_0819 Kopie

Mit dem Trenner oder einer spitzen Schere ein Loch vorbohren und die Puschelblume mit der Hand festnähen. Pfriem ja natürlich – auch ein hervorragendes Werkzeug für solche Zwecke.

Eigentlich habe ich auch noch irgendwo Bilder des Rockes im „Rohzustand“ – aber wo bloß? Trotz intensiver Suche, konnte ich sie meinem Rechner nicht entlocken, denn gemacht habe ich sie schon im frühen Jahr und dann „gut aufbewahrt“.  So hoffe ich nun, dass ihr die Sache mit dem „Drucken“ trotzdem glaubt, trotz fehlender Vorher-Nachher-Fotos.

Was denkt ihr über Secondhand? Kauft ihr da auch das eine oder andere Stück, woran ihr dann hoffentlich noch lange Freude habt?

Achso und vielleicht auch noch interessant: Mein materieller Invest für die Schuhe waren € 3,– und für den Rock € 5,–. Lederrest und Druckutensilien habe ich ja zu Hause. Da ist ist doch toll oder?

es grüßt euch herzlichst und in der Hoffnung auch von euch was zu hören,

Ingrid

Verlinken durfte ich freundlicherweise bei  „upcyclingdienstag“ und bei „creadienstag„. Außerdem das 1. Mal bei „Mehrte´s“ und bei „create in Austria„.

 

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Strickbolero aus Schal

In den letzten Monaten hatte ich mir einen neuen Schal gestrickt *KLICK* und einen weiteren aus einem alten Pulli *KLICK* recyclet. Das abgebildete Exemplar aus einem der Winter davor fristet seitdem ein Schattendasein in meinem Schrank. Eigentlich schade, dachte ich – ich mag die Farbe und die transparenten Pailletten darauf. Aber Loops finde ich derzeit praktischer.
IMG_0770 Ich habe mir überlegt, daraus ein Bolerojäckchen zu machen. Nicht weil ich jetzt Stierkämpfer oder Tänzer (mir ist, als ob diese Berufsgruppen dieses Kleidungsstück sehr gerne tragen) werden will sondern ganz banal – ich mag es warm und kuschelig um Schultern und Hals.IMG_1366 Kopie

Das Bolerojäckchen ist ein Projekt von ca. 30 Minuten und kann zur Not auch mit der Hand genäht werden. Und so geht’s:

IMG_0775 KopieZuerst  stellst du fest, wie lange der Schal sein sollte. Glückliche Besitzer einer Schneiderpuppe, wickeln den Schal –  wie am obigen Foto abgebildet – um die Puppe (die meine Kinder übrigens in jüngeren Jahren als „Gespensterpuppe“ bezeichnet haben, weil sie in ihren Augen immer so bedrohlich in irgendeiner Ecke stand – nächstes Projekt: Schneiderpuppe neu beziehen…naja), der Schalanfang ist in der Rückenmitte. Nicht zu straff, es sollen ja auch die Arme Platz haben. Alle Anderen benötigen dazu eine 2. Person oder einen Spiegel.
IMG_0776 Das andere Schalende ebenfalls feststecken und die Schalenden quer zusammenstecken.IMG_0777 Im nächsten Schritt überlegst du dir, wie weit die Quernaht im Rücken zugenäht werden soll. Am Besten ebenfalls stecken und zwischenprobieren. Merk dir das Maß. Die Quernadeln bitte wieder entfernen.IMG_0778 Das überschüssige Schalende in der Rückenmitte wegschneiden vorerst noch gerade IMG_0779a Schal flach hinlegen und die Schalenden steppen. Idealerweise mit der Overlock oder auch Geradstich + Zick-Zack (hier empfiehlt es sich den Zick-Zack 1- -2 cm von der Kante zu setzen und danach die  Nahtzugabe schmäler zu schneiden – sonst wellt die Naht zu sehr – siehe Foto unten).  Die Naht wird etwas schräg angesetzt: zur Taille hin schmäler werden.IMG_0784a KopieDen Schal wieder flach hinlegen, die Naht mittig. Jetzt nur noch das vorher festgelegte Maß für die Quernaht bezeichnen (je zur Hälfte nach links und rechts von der Naht auftragen). Steppen – Anfang und Ende gut verriegeln.
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So sieht das fertige Jäckchen von hinten besehen aus. Rundgestrickt ohne sichtbare Naht wäre es natürlich viel schöner. Aber eben nicht recycelt und das ist mir in diesem Fall wichtiger. Noch ein paar Impressionen im angezogenen Zustand und dann ran an die Schränke Mädels. IMG_1375 KopieIMG_1359 KopieEs grüßt euch herzlichst

Ingrid

Ich durfte verlinken bei: rumskostenlose-Schnittmuster-linkparty, create in Austria und Upcycling Dienstag.

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Aus altem Pulli wird ein (fast) neuer Loopschal

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Eigentlich ist das ja ein aufgewärmter Artikel von mir. Anfang des Jahres hatte ich bereits die 1. Version des Loopschals genäht und die Anleitung hier kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Schal hat mich toll warm gehalten, wurde bewundert, die Anleitung von vielen Blogleserinnen runtergeladen – aber eines hat mich immer gestört – die „unsaubere“ Innenseite. Jawohl unsauber – das können traditionell ausgebildete Schneiderinnen wie ich gar nicht leiden (unsere ehemalige Lehrerin hat uns ständig wegen weghängender Fäden, krummer Nahtzugaben etc. genervt und das hat sich – zumindest ein bisschen – festgesetzt). Monate später, genau gesagt, gestern, ist mir eingefallen, wie ich den Schal viel besser verarbeiten kann. Es ist easy, eigentlich liegt es auf der Hand.

Nämlich so:IMG_0729 Kopie

Einfach innen mit Jersey (z.B. ausgedientes T-Shirt) verstürzen. (bei der 1. Version hatte ich einfach nur die Ränder versäubert, breit nach innen geschlagen und mit unsichtbaren Stichen festgenäht). Diese Verarbeitung mit Jerseyinnenseite hat 2 Vorteile, jetzt ist die Innenseite nicht nur sauber, sie kratzt auch nicht mehr. 

So sah also der etwas aus der Form geratene Pullover aus (iiihhhh –  ich weiss, schnell das nächste Foto ansehen), der dran glauben mußte. Aussen völlig verpillt (nervt euch das eigentlich auch so, man kauft sich ein neues Wollteil, zieht es ein paar Mal an und eh man sich`s versieht, ist alles voller Knötchen) aber innen  – der Linksstrick  – sah erstaunlicherweise noch gut aus. Da mußte etwas daraus gemacht werden. Wollpullis einfach wegwerfen gibt’s hier nicht. (Ja liebe U… fühl dich ruhig angesprochen, Cashmerepullis mit Mottenloch einfach wegwerfen…tzzz, was hätte man da noch alles Schönes daraus machen können, aber nun ist es zu spät).IMG_7729 Kopie

Ich bezeichnete also einen geraden Schlauch, heftete, versäuberte, verstürzte mit dem Shirtstoff (den habe ich deutlich schmäler zugeschnitten als den Strick, damit man ihn nicht sieht) und heraus kam  – ein neuer kuscheliger Loopschal ganz ohne Stricken und natürlich viel schneller als Stricken war es auch.

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Mein Fazit: Was für Gulasch und Eintopf gilt, gilt in diesem Fall auch für meinen Loop. (Aufgewärmtes muss nicht immer schlecht sein).IMG_0980 Kopie

Und für alle, die das jetzt ganz genau wissen wollen, habe ich hier extra nochmal eine neue Anleitung zum Runterladen geschrieben.

Only for you 😀 :  Loopschal

Herzlichst

Eure Ingrid

LikestempelDein Like oder dein Kommentar, wenn dir meine Anleitung gefällt, freut mich erstens irre und spornt mich 2. an, weitere kostenlose DIY-Anleitungen zu schreiben, versprochen!:-)      und wer jetzt schnell ist, kann auf meiner FB-Seite sogar noch eines von 5 Ebooks gewinnen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.11. 

verlinkt bei Creadienstag

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Stoffrecycling: aus Rock und Hose wird Blusenkaftan

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In diesen fein schimmernden Jaquardstoff italienischer Herkunft habe ich mich schon vor vielen Jahren verliebt und diese Liebe ist ungebrochen. Der Wickelrock, den ich daraus genäht hatte, paßte nicht mehr und wartete nun schon einiger Zeit auf seine Wiederauferstehung. Da der Stoff nicht ganz reichte, entschied ich mich, für den Rücken ein ebenfalls gülden glänzendes Material zu nehmen – recycelt aus einer ausgemusterten“Haremshose“. Foto 1a Foto 2

Schnitt: gibt es in dem Sinne nicht, Vorlage war ein Bluse aus meinem Kleiderschrank. Übrigens das erste Stück seit langem, das ich für mich persönlich genäht habe. Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, nur der „goldene“ Rücken stört mich (deswegen wird er auch nicht gänzlich gezeigt) – das ist noch verbesserungsbedürftig. IMG_9293 Kopie IMG_9303 Kopie   Detail: lederbesetzte Enden des Zugbandes

Die lederbesetzten Enden des Zugbandes habe ich mir als besonderes Detail überlegt. Sehr schwierig zu nähen, da ich auch noch dickeres Garn ausgewählt habe. Ansonsten war die Bluse schnell gemacht. Gruppenbild Kaftan mit Shopper LIZZ

Hier nochmal ein Gruppenbild: Blusenkaften selbstgenäht mit Shopper LIZZ dito. Verlinkt ist dieser Beitrag bei rums und bei create in austria

PS: und wenn mir der Kaftan nicht mehr gefällt (paßt???) ist der Stoff bereits für ein edles kleines Kissen reserviert oder so.

Herzlichst Ingrid

Hose und Schmuck privat. Perlenarmband ebenfalls recycelt als mehreren älteren Perlenketten – einfach auf Gummiband gefädelt.

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Löcher stopfen

Liebe Leser,

vorab nochmal zum letzten Post, der Suche nach Probenähern: die Probenäher sind gefunden und informiert. Es waren so viele freundliche und kompetente Näherinnen dabei, das machte die Wahl nicht einfach. Am liebsten hätte ich ja alle genommen, aber das kann ich allein schon aus organisatorischen Gründen nicht und so ist es, wie es immer bei solchen Sachen ist, man hat sich Mühe gegeben und wurde nicht ausgewählt und jetzt ist man enttäuscht – zumindest ein klein bißchen. Oh, menno… Ich kann Euch folgendes sagen, ich schätze jede einzelne Bewerbung sehr und bedanke mich nochmal besonders für Eure Mühe und Euer Vertrauen ♥

Jetzt zum eigentlichen Thema dieses Posts

Löcher stopfen

Ein leidiges Thema, dazu hat man eigentlich keine Lust – aber wenn die Hose gerade erst ein paar Wochen alt ist, oder die Lieblingshose oder eben super paßt – dann werden bei mir löchrige Hosenbeine wieder heil gemacht. Fast so wie früher, aber ein bißchen bunter und lustiger. Und das Beste – man braucht dazu fast nur Reste.

Von der Tasche ROSA hatte ich noch viele bunt bedruckte BW-Kreise übrig. Die kommen hier zum Einsatz. Zusammen mit Jeans appliziere ich sie und die Löcher sind erst mal weg ( es hält nicht ewig, aber verlängert auf jeden Fall das Leben der Kinderhosen um mindestens die Hälfte).

so wird die Allerweltshose wenigstens individualisiert
so wird die Allerweltshose wenigstens individualisiert

Was brauchst du?

  • Jeansreste (von einer alten Jeans?)
  • bunte Stoffreste
  • Vliesofix Doppelklebevlies zum Applizieren
  • Nähgarn
  • Schere, Bleistift, Wassergläser, Fadentrenner
  • Nähmaschine, Bügeleisen

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Schritt 1: Vliesofix auf die Stoffreste bügelnIMG_8199a

Schritt 2: Passende Gläser oder Tassen suchen und Kreise auf die Stoffreste zeichnen – ausschneiden – Papier abziehen IMG_8202a

Schritt 3: mehrere Kreise zusammenbügeln. Jeans ist die Basis, Druckstoffe obendrauf. Den kleinen Kreis mit engem Zick-Zack (meine Empfehlung jetzt nach mehreren Wochen Gebrauch) auf die Jeanskreise steppen – enger Zick-Zack hält besser als Geradstich.

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Schritt 4: auf die löchrigen Hosen bügeln – sollte das Loch sehr groß sein, eventuell vorher etwas zusammennähen

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Zick-Zack-Naht hier mit Weiss sichtbar gemacht. Farbe nach Wahl.

Schritt 5: bei sehr engen Hosen muß die Seitennaht teilweise geöffnet werden, um den Kreis zu applizierenIMG_8206 Kopie

Schritt 6: mit engem Zick-Zack applizieren. Ich habe das, wie am Foto ganz oben zu sehen mit Geradstich gemacht. Das hält auch aber definitiv nicht so lange, wie Zick-Zack – das hat die Zeit gezeigt. IMG_8207 Kopie

Schritt 7: Seitennaht wieder schließen und ANZIEHEN!IMG_8209

Vielleicht kann ich euch ja animieren, etwas Zeit und Kreativität in kaputte Hosen zu investieren – die Geldbörse und die Umwelt dankt es uns.  Und das ist doch was.

Herzlichst, Ingrid

 

LikestempelÜber euer LIKE oder einen Kommentar als kleine Anerkennung für meine Arbeit an diesem und weiteren  Gratistutorials freue ich mich sehr!