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Jeansrefashion – Rock Kittigirl 8 x anders

Liebe LeserIn,

das Thema Refashion liegt mir sehr am Herzen – deswegen schreibe ich heute nochmal darüber. Schon der letzte Blogbeitrag handelte davon, dass man aus aussortierten Jeans z. B. noch richtig coole Kinderröcke nähen kann. Im Rahmen des Probenähens zu Rock Kitti_girl sind diese Beispiele entstanden. Sie wurden alle ausnahmslos aus alten Jeans geschnitten und genäht, eben Jeansrefashion.

Dieser Rock sieht aus wie neu, dennoch ist der Stoff gänzlich aus einer alten Jeans geschnitten  – zumindest am Used-Look sieht man das noch. Johy hat ihn mit ganz tollen Details aufgemotzt. Das Herzchen ist aus Snappap gestanzt – hat sie uns verraten.

Auch innen ist der Rock vorzeigbar – schaut Euch mal diese akkurate Saumverarbeitung mit Schrägband an.
Ganz anders bei Jennifer. Sie konnte sogar die vorderen Taschen so wie sie waren mitverwenden – ist das nicht toll!Ja und die Potaschen…3 x dürft Ihr raten, auch sie sind von der Originaljeans. Noch einfacher hat es sich Elisabeth gemacht: Als Bündchen hat sich ein fertiges Rüschengummi (gibt es in unterschiedlichen Breiten und vielen Farben) an den Rock genäht. Erratet Ihr, aus welchem Teil der alten Jeans, der Rock geschnitten wurde? Manchmal haben die alten Lieblingshosen ja noch besondere Details, so wie diesen Herz von Steffi. Wieso nicht einfach wieder mitverarbeiten und sich dran erfreuen.
Dieses kleine Fräulein wollte es ganz schlicht aber trotzdem cool. Wird gemacht, hat Mama gesagt und nähte diese Kitti mit echten Löchern, die der Schwager in jahrelanger liebevoller Arbeit erledigt hat. Der Saum wurde händisch ausgefranst.

Alle Fotos sind verlinkt, wenn Ihr mehr von den Nähkünsten dieser Frauen sehen wollt, einfach die Fotos anklicken 🙂 Auch im destroyed Look mein Nähbeispiel…und damit die Seitennaht am ausgefransten Saum nicht aufgeht – habe ich sie mit einem roten Dreieck fixiert.

Achtung, jetzt wird es ganz wild. Deine Jeans hat keine Löcher? Du kannst den Alterungsprozess beschleunigen – z. B. mit einer Zitruspresse.
Weil die Ausgangshose für Gr. 146 zu eng war, um das Vorder- und Rückenteil rauszuschneiden, brauchte ich 2 Hosen. So kommt dieser witzige Effekt mit unterschiedlichen Waschungen und Farben zu Stande. Und der Stepp? Dreifachstepp von links genäht – mit 2 Garnfarben.
..oder so mit angesagten Patches und mitverwendeter Kappnaht. Die beiden Taschen wurden mit farbigem Garn aufgesteppt.

Und wer einen Plotter sein Eigen nennt, kann dann den Rock mit flotten Plots verschönern. So hat es Sonia von bysoneken gemacht.

So, nun hoffe ich, dass Du die alte Lieblingsjeans aus dem Keller holst und schon bald daraus ein liebevoll erdachtes und genähtes Stück – vielleicht ja sogar eine Kitti_girl daraus wird.

Herzlichst

Ingrid

verlinkt bei:

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Refashion: Kinderrock aus alter Jeans

Hallo,

wie gehts denn immer so? Ich hoffe, Ihr genießt den Sommer. Ich bin ja noch fix am Arbeiten, aber nicht mehr lange…uuuhhh, wie ich mich auf den Familienurlaub freue. Was mache ich so Wichtiges? Z. B. arbeite ich meinen lange aussortierten Jeansstapel ab?  Jeans ist ja so ein tolles Material, es wird mit jeder Waschung schöner und ist nahezu unverwüstlich und man kann mehr als nur Taschen oder Rockpassen aus alten Jeans machen.

Beispielsweise einen Kinderrock mit Bündchenbund 

Aufgepeppt mit diesen süßen Stickereistickern von Hamburger Liebe. 

Das praktische an alten Jeans ist, dass man z. B. die Seitennaht oder sogar die Taschen oder den Saum gleich ins neue Stück miteinbauen kann – das ist „Refashion“ pur. Hier wurde aus der inneren Seitennaht die Rücken- bzw. Vorderteilmittelnaht. Das geht ganz fix und der Used-Look ist auch gleich da. 

Hier also die Ausgangssituation und auf dem unteren Foto seht Ihr, wie ich das Schnittteil (aus „bösem“ Kunststoff -hä, wieso jetzt?…Refashion und Kunststoff…andere Geschichte :-), das sprengt jetzt den Rahmen)  an die innere Seitennaht gelegt habe. Die VM liegt genau in der Kante und die andere Hosennaht ist geöffnet, damit das Hosenbein schön flach liegt. Es ist übrigens das 1. Mal, dass ich Kunststoffplane versuchsweise zum Abpausen des Schnittmusters verwendet habe – empfohlen hat mir das Miriam von @mecki-macht. Aber darüber ein andernsmal – vielleicht. Mal sehen 😎 Hier mal der ganze Zuschnitt mit erstmals türkisem Bündchen, mehr ist es nicht.  Außer dem Bündchen geht alles aus der Jeans raus. Achso, Gummi habe ich schlußendlich noch eingezogen, damit alles da sitzt, wo es soll und zwar dauerhaft :-). Na, was sagt Ihr?

Und weil ich jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen bin, habe ich gleich noch einen nachgelegt. Dafür mußten gleich 2 Jeans unter die Schere – die waren wohl zu schmal geschnitten.  Immerhin braucht meine Süße ja Größe 146. Falls jemanden der Rock jetzt irgendwie bekannt vorkommt – yes – das ist Kitti_girl.

Der Saum darf ausfransen und die Tasche habe ich extra mit einem Reibeisen bearbeitet. Destroyed-Look – ist klar, oder?

Zwei verschiedenfarbige Jeans – warum auch nicht? Für den Stepp habe ich den 3-fach-Stepp-Stich genommen, eine Neuentdeckung für mich und zwar von links genäht mit 2 Farben. Das kommt dann so raus. Fand ich gut. 
Das hat Euch die Trägerin zu diesem Rock zu sagen. Und darüber muß man (also ich) schon sehr froh sein, denn die Geschmäcker wandeln sich derzeit ganz gewaltig. AUS dem Kleinmädchenlook sag ich nur.

Details:

  • Alle Jeans haben einen geringen Elasthananteil und sind gebraucht
  • das Schnittmuster für beide Röcke ist Kitti_girl Gr. 98-164 und wird nächste Woche fertig sein
  • Refashion ist mir ein echtes Anliegen und es hat mir riesig Spaß gemacht. Einige Probenäherinnen sind diesem Beispiel gefolgt, mehr dazu nächste Woche.

Mögt Ihr mir mal erzählen, was Ihr so mit Euren abgelegten Jeans macht, würde mich sehr interessieren.

 

Liebe Grüße

Ingrid

 

CIA_Blogheader_940-Schatten

Zum Mitnehmen:

 

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Ein Puppenponcho mit Stiefelchen – Pulloverrecycling #3

Liebe Leser,

im heutigen Beitrag möchte ich Euch gerne ein weiteres Beispiel vorstellen, was man aus ausgedienten Wollpullovern Schönes machen kann und außerdem, wie bereits angekündigt, die Gewinner des neuen Ebooks SONIA_B bekanntgeben.

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Die Lieblingspuppe meiner Tochter heißt Rosie und ist kleidungsmäßig bereits bestens auf die bevorstehende Jahreszeit vorbereitet auch trendmässig, wie ich finde. Ponchos jetzt also auch für Puppen.
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Bereits im letzten Winter hatte ich zwei Beiträge zum Thema Pulloverrecycling geschrieben: Aus einem Pulli wurde ein Loopschal und es entstanden weiters schöne Wollkissenbezüge. In allen Beiträgen dieser Reihe geht es um die Weiterverwertung nicht mehr tragbarer Wollpullover (zu klein, ausgeleiert, verfilzt, durchgescheuert, unmodisch,…). Da ich persönlich, das Naturmaterial Wolle über die Maßen wertschätze, gebe ich ausgediente Wollsachen nie weg, sondern versuche etwas anderes aus den noch brauchbaren Teilen zu machen.

Das Besondere der Pulloververwertung in diesem Beitrag ist: Der Pullover (der mir leider leider zu eng war und wie ich fand und aus meinem Armen Wurstarme machte) wurde absichtlich aus Versuchszwecken in der Waschmaschine gefilzt (waschen im Baumwollwaschgang 40-60 Grad und normal schleudern) und erst dann weiterverarbeitet.

Der Puppenponcho ist „maßgeschneidert“ ohne Schnitt entstanden. Ich habe die Kanten nach Art von Walkjacken mit einer roten Strickbordüre eingefasst. Als Verschluss habe ich diesen Knebelverschluß gewählt, der seit langem in meiner Knopfkiste auf seinen Einsatz wartet. Er ist kunstvoll verschlungen – ein Posamentenverschluss. Filzponcho Rosi_0012 Kopie Filzponcho Rosi_0015 Kopie

Das Material sieht, wie ich finde, unglaublich wertig aus und ist meiner Meinung nach sogar noch schöner als vor dem Waschgang. Etwas weiter unten siehst Du Reste des Pullovers (bereits gefilzt) – er kommt ziemlich brettig aus der Waschmaschine – sehr kompakt jedenfalls. Filzponcho Rosi_0021 Kopie

Die Zwergenstiefelchen entstanden nach diesem selbstkreierten Schnittmuster. Filzponcho Rosi_0003 (1) Filzponcho Rosi_0001 (1)Näht man zwei Lagen Filz zusammen, lege ich zu Nähbeginn jeweils ein doppeltes Stück Filz (wird nicht mitgenäht) als Höhenausgleich hinter die Nadel unter den Nähfuss – so kippt dieser nicht nach hinten.
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Auch die restliche Kleidung ist, wie man ja leicht erkennen kann selbstgestrickt. Allerdings in diesem Falle nicht von mir, sondern von unserer lieben Oma, die sowohl die Kinder, wie auch deren „Kinder“ liebevollst bestrickt. Was für ein Glück.

Was macht Ihr eigentlich so aus alten Stricksachen?

Nun noch kurz zum 2. Thema: Wie Eingangs angekündigt, habe ich heute per random.org die Gewinner des Ebooks SONIA_B ermittelt (siehe auch letzter Blogbeitrag). Gewonnen haben folgende Nummern: 9, 7, 39, 4, 26

Ich gratuliere folgenden Damen zu Ihrem Gewinn:

Anne Heß, Jennifer G., Andrea, Jaqueline H. Mariz Voesenek.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen recht herzlich fürs Mitmachen und die freundlichen Kommentare, von denen ich jeden Einzelnen mit Freude lese. Die Gewinnerinnen werde ich persönlich in Kürze kontaktieren. Ich hoffe, Ihr freut Euch.

Soweit heute von mir, liebe Grüße bis demnächstUnterschriftIngrid

 

Verlinken durfte ich freundlicherweise bei creadienstag.

Rosie muss jetzt erstmal eine Runde schlafen, Fotoshootings sind ja so anstrengend :-).

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Ein selbstgenähtes Kinderdirndl mit passender Tasche

Als meine Tochter während des letzten Österreichurlaubes mehrerer mehr oder weniger schöner Exemplare des gemeinen Dirndlkleides ansichtig wurde, entbrannte sofort der unbändige Wunsch, ein solches auch zu besitzen. Mamas Berufsehre verbot es  selbstredend, dieses traditionsträchtige Kleidungsstück einfach käuflich zu erwerben. Noch bevor ich groß nachdachte, hörte ich mich als wir wieder mal vor einem reizenden Dirndlmodell standen, schon sagen: Das nähe ich dir selbstverständlich selber. Darauf folgte monatelanges wöchentliches Nachfragen seitens meiner Tochter, wann ich den nun das Dirndl nähen würde bzw. ob es gar schon fertig wäre. Im Frühling dann war der Druck kaum noch zu ertragen.

Wie man sieht, steter Tropfen höhlt den Stein und hier ist es, mein erstes selbstgenähtes und nebenbei auch selbstentworfenes Dirndl.

Mit passender Tasche

Als passende Tasche dazu, habe ich eine Filztasche mit Reverse-Applikation genäht. Die Eingeweihten unter euch erkennen jetzt möglicherweise, die Filztasche Herzchen mit neuer Frontansicht. Bei der Gelegenheit habe ich gleich das Ebook neu überarbeitet und das bislang offene Innenfach mit einem Zipp versehen. Außerdem neu, ein Handyfach – weil die Tasche gerade gerne von erwachsenen Dirndlträgerinnen genäht wird und außerdem ebenfalls neu ist eine 2. Applikation – ein süsser Piepmatz – zur Auswahl. Allen verehrten Kundinnen, die diese Tasche bereits erworben haben, sende ich auf Anfrage die überarbeitete Version sehr gerne kostenlos zu.IMG_2776a IMG_2784a

 

Nun hoffe ich, dieses Erstlingswerk stimmt eurer kritisches Auge gnädig und ihr seht mir  die etwas antiquierte Ausdrucksweise nach – irgendwie war mir danach und man soll ja auch nicht alles unterdrücken. In diesem Sinne, lasst euren Gedanken einfach freien Lauf und schreibt mir sehr gerne.

Liebe Grüße, eure Ingrid

Verlinkt habe ich diesen Beitrag bei creadienstag, Meitlisache, create in Austria, dienstagsdinge außerdem bei handmade on tuesday. Vielen Dank.

 

 

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Hängerchen aus aussortiertem Herrenhemd – Gratisschnittmuster


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An den letzten megaheissen Tagen schoss es mir sozusagen siedend heiss ein, was man aus einem aussortierten Herrenhemd machen könnte (hat man natürlich schon öfter in Varianten gesehen). Irgendwann sind Kragen und Manschetten abgenutzt, der restliche Stoff aber viel zu schade zum Wegwerfen. VOILÀ – hier mein 1-Stunden-Projekt: Ich wollte noch Seitennahttaschen dazufügen, das wurde mir aber von der Trägerin (die erstaunlich genau weiß, was sie will oder auch nicht…) untersagt. Man könnte diese entweder aus den Ärmeln oder auch sehr schön, aus einem Kontrastmaterial – passend zum Band –  schneiden.
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Die Knöpfe habe ich entfernt und die Naht in die Rückenmitte gelegt. Die Brusttasche habe ich ebenfalls abgetrennt. Es wäre aber auch denkbar, sie zu belassen und z.B. das VT mit Tasche + Knopfleiste zu arbeiten. Vorder- und Rückenteil sind identisch.

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Als Durchzug musste ein farbiges Schuhband herhalten – zufällig genau die richtige Länge. Es wird einfach durch den gesteppten Tunnel geführt. Die Blume ist aus Papier, ich hatte sie schon mal gezeigt, schau mal hier.

IMG_1090 Kopie Zuschnitt: Vorhandenes Hängerchen auf das Hemd gelegt, grosszügig drumherum geschnitten – da die obere Kante ja eingereiht wird, darf da ruhig ein bisschen mehr Weite sein. Die fertige Länge habe ich so wie sie war gelassen. Für euch habe ich nun den Schnitt auf Papier aufbereitet. Er passt für Größe 110 – 134 als Eingrößenschnitt, bei dem man nur die Gesamtlänge je nach Körpergröße ändert. Und wenn du es  hüftkurz machst, hast du ruck-zuck ein luftiges Blusentop.IMG_2264 Kopie

Jaaaaaa, das hätte der kleinen Dame gefallen – Mama ordentlich einwässern. Aber zum Glück war da die Scheibe dazwischen.

Und hier nur für dich: SchnittHaengerchen. Schnell Papas Schrank durchwühlen … aaahhh das Schöne gepunktete zieht er eh nie an und es kann losgehen….(für etwaige Ehekräche und beleidigte Ehemänner kann leider keine Haftung übernommen werden).

Und für alle die mögen, soll hier eine Sammlung eurer neu genähten Kleidungsstücke aus aussortierten Hemden entstehen, als Anregung und Ideensammlung für alle.

LINKSAMMLUNG: RECYCLE ME

genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts
genäht von https://www.facebook.com/Puscheltiere?fref=ts

Verlinkt bei: Kostenlose Schnittmuster, Meitlisache, creadienstag, Handmadekultur.

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Second Hand goes upcycling

Liebe Leser,

meinen Kindern nähe ich selten Kleidung. Ich habe festgestellt, dass ich auf Flohmärkten sehr gut (zumindest bis ca. Gr. 140) fündig werde. Zuhauf gibt es modische gut erhaltene Kinderklamotten zum günstigen Preis und nicht zuletzt sind die widerlichen Giftstoffe, auf die viele Firmen scheinbar nicht verzichten können, wohl zumeist schon rausgewaschen. Gründe genug für mich (abgesehen vom Thema Recycling und positiver CO2 Bilanz als wünschenswerte Nebeneffekte) mich ab und zu mal in das Getümmel eines Kinderkleiderbazars zu werfen.

Und dann ist das ja noch nicht alles. Das eine oder andere Stück möble ich mit geringstmöglichen Aufwand auf. So geschehen bei diesem Outfit. Alles ist 100 % aus zweiter Hand. Schuhe und Rock habe ich noch aufgehübscht. Die Shirtbluse blieb wie sie war. Fürs Foto wurde sie mit einer überdimensionierten Papierblüte geschmückt. Aber schaut euch doch einfach mal die Bilder dazu an:

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Einmal das Komplettoutfit mit Kreppblume bitte sehr.2ndhand_0007 Kopie

Den Rock habe ich ganz dezent am Saum mit „Pusteblumen“ bedruckt (kleine Siebe). Siehe auch Artikel zum Thema Siebdruck.
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Die tollen Zehentrenner  aus Leder sind mir sofort ins Auge gestochen. Neu darauf sind die Lederpuschel. (Anmerkung der Autorin: Die Fußnägel von Siebenjährigen werden hier in Schwaben noch nicht manikürt).

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Das Shirt hat uns eine ganz liebe Nachbarin geschenkt. Der Enkelin war es zu klein. Danke Frau A. Sie sind sowieso ein Schatz.

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Und die Papierblume kann man schnell selbermachen – die Kinder werden es lieben mitzumachen. Anleitungen dazu finden sich im Internet zuhauf. Stichwort: Pompons selbermachen.

So habe ich die Lederpuschel angefertigt:

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Lederstreifen aus möglichst dünnem Leder oder Lederimitat ca. 5  breit zuschneiden. Länge je nach Dicke des gewünschten Puschels. Dieser Streifen ist gut 20 cm. Falten und kantig steppen. Mit einer scharfen Schere in jeweils 2 mm  Abstand bis knapp zur Naht einschneiden. IMG_0818

 

Fest schneckenförmig aufrollen und rückseitig mit Stichen fixieren. (Jetzt ist man froh, wenn man weiches und dünnes Leder zur Hand hatte).IMG_0819 Kopie

Mit dem Trenner oder einer spitzen Schere ein Loch vorbohren und die Puschelblume mit der Hand festnähen. Pfriem ja natürlich – auch ein hervorragendes Werkzeug für solche Zwecke.

Eigentlich habe ich auch noch irgendwo Bilder des Rockes im „Rohzustand“ – aber wo bloß? Trotz intensiver Suche, konnte ich sie meinem Rechner nicht entlocken, denn gemacht habe ich sie schon im frühen Jahr und dann „gut aufbewahrt“.  So hoffe ich nun, dass ihr die Sache mit dem „Drucken“ trotzdem glaubt, trotz fehlender Vorher-Nachher-Fotos.

Was denkt ihr über Secondhand? Kauft ihr da auch das eine oder andere Stück, woran ihr dann hoffentlich noch lange Freude habt?

Achso und vielleicht auch noch interessant: Mein materieller Invest für die Schuhe waren € 3,– und für den Rock € 5,–. Lederrest und Druckutensilien habe ich ja zu Hause. Da ist ist doch toll oder?

es grüßt euch herzlichst und in der Hoffnung auch von euch was zu hören,

Ingrid

Verlinken durfte ich freundlicherweise bei  „upcyclingdienstag“ und bei „creadienstag„. Außerdem das 1. Mal bei „Mehrte´s“ und bei „create in Austria„.

 

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Neues Ebook Kindertunika


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Zum Probenähen der Kindertunika aus Walk habe ich im Spätherbst aufgerufen und jetzt – auf Herz und Nieren – geprüft, darf ich euch heute endlich das neue Ebook  vorstellen. Der Schnitt ist ein Kinderklassiker – eine leichte A-Form für viel Bewegungsfreiheit. In meiner Kindheit hieß dieses Kleidungsstück: Kittelschürze, heute sagen wir schöner –  Tunika. Aber die Idee ist dieselbe geblieben: Der Körper soll warm gehalten werden und das bei maximaler Bewegungsfreiheit – und hübsch darf sie auch noch sein.

Leni

Ursprünglich sollte es die Tunika nur aus Walkloden geben. Ein Material, das ich liebe, weil es so kuschelig, warm und natürlich ist. Und so sind auch viele Beispiele meiner allerliebsten Probenäherinnen hier aus Walk. Aber dabei blieb es nicht, der Ruf nach anderen Materialien blieb nicht ungehört: So habe ich mir neben der speziellen Verarbeitung für Walkloden, auch die Verarbeitung für „andere“ Stoffe, wie z.B: Feincord, Fleece, Sweatware, Nicki… überlegt. Dazu gibt es 2 Taschenarten und 5 verschiedene Applikationsvorlagen zur Auswahl, außerdem eine Katzenstickerei. Ein mulitfunktionales Ebook sozusagen.

Und das haben die Probenäherinnen daraus gemacht:

Sabrina Hornung – www.sabseswelt.blogspot.de
sabseswelt

Tunika Collage

Nina Nix – www.made-bynini.blogspot.de

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Yvonne Lerbs – www.die-stil-erbse.blogspot.de

YvonneLCollage

Käthe Gebhardt – www.grossmutterkaetheshandarbeitsblog.blogspot.de

DSC_1015mit Schrägband eingefasstKätheGeb

Ann Bien – www.facebook.com/Herznadel

Herznadel Herznadel1 PicMonkey Collage b-patterns1

Christine Heydt- www.kindhayt.blogspot.de

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Sonja Preston –  www.facebook.com/simpleme.de

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Die Tunika ganz „schlicht“ aufgefasst: Material Nicki, Grösse 122 zum Kleid verlängert.

An dieser Stelle möchte ich nochmal ganz offiziell meinen lieben Probenäherinnen danken, ohne deren Mitarbeit das Ebook in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Die Zusammenarbeit war wunderbar. Jedes Foto, daß hier bei mir ankam, verursachte Glücksgefühle. Es sind soviele, daß ich auch auf FB und Google in den nächsten Tagen gerne welche zeigen möchte.

Zum Auftakt verlose ich 2 KindertunikaEbooks. Mitmachen darf jeder, der hier kommentiert und gerne auch auf FB oder Google Fan von b-patterns wird. Und wenn du dort diesen Beitrag teilst, habe ich dich noch ganz besonders lieb 😉 . Verlost wird nächste Woche. Viel Glück!!!

So, nun hoffe ich, ihr habt auch Lust bekommen eurem Nachwuchs eine Tunika zu nähen. Dem steht nun rein technisch nichts mehr im Wege, denn hier geht’s zum Ebook *KLICK“.

Herzlichst Ingrid

verlinkt bei http://link-it-by-outnow.blogspot.de und Meitlisache.de und Herzensangelegenheiten

 

 

 

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Eine Kindertunika aus Walkloden probenähen

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Heute suche ich Probenäher für mein erstes Kindermodell/Ebook, daß im Januar erscheinen soll und zwar in folgenden Grössen: 68/74, 80/86, 92/98, 104/110 (jeweils Doppengrössen).

Die Tunika ist aus Walkloden (Vorteil: Kanten fransen nicht aus, warm, kuschelig, robust, schmutzabweisend, leicht dehnbar ) und die Verarbeitung z.B. offene Kanten Hals- und Armausschnitt genau darauf abgestimmt – das Ebook beschreibt explizit die Verarbeitung mit Walkloden. Für andere Materialien werde ich eine Kurzanleitung im Anhang schreiben. Rücken: Reißverschluss

Nählevel1

Das Herz bzw. der Taschenbesatz kann individuell gestaltet werden. Ich habe mit Wolle eine kleine Katze im Tütü gestickt bzw. Knötchen. Naheliegend natürlich ist auch „Namensticken“. Oder du läßt dir ganz was anderes einfallen. Es muß auch kein Herz sein, wie wäre es mit einer einfachen Blume oder von mir aus einem Auto, Rakete…Ich werde mir dazu noch andere Vorlagen überlegen.

Wieviel Zeit hast du? Mitte nächster Woche sollten die Probenäherinnen feststehen und ihr erhaltet das Ebook. Bis zum 16. Dezember würde ich mir wünschen, daß ihr fertig seid und mir eure Ergebnisse mitteilt bzw. zusendet:

Was genau?

  1. Korrekturen: Fehler im Ebook (auch Rechtschreibfehler), Nähablauf, Vorschläge zur Vereinfachung z.B. der Verarbeitung, Foto ungünstig,..
  2. Wie sitzt der Schnitt in der jeweiligen Grösse, bitte eure Meinung.
  3.  Fotos eurer Arbeit sehr gerne am Modell (wenn möglich) vor neutralem Hintergrund (helle Wand, auf dem Boden )gerne mit eurem Logo (falls vorhanden)

Materialbedarf

  • 45 cm Walkloden (Kochwolle) 150 cm breit (gibt es z.B. in großer Auswahl bei Stoffe.de oder am bei DaWanda 
  • Reststück Filz/Samt/Kunstleder….für die Applikation
  • passende Nähgarne
  • 15 cm Kleiderzipp
  • Wollreste zum Sticken
  • Reststück Vliesofix

Wenn dir das alles zusagt, bitte ich dich mir hier unter den Kommentaren deine Nachricht zu hinterlassen und zwar mit Angabe der Größe, die du nähen willst und des Materials, daß du verarbeiten möchtest. Es wäre schön, wenn du ein paar Worte zu deiner Motivation dazuschreibst. 😀 

Ich freue mich schon sehr auf eure „Bewerbungen“ und auf die Zusammenarbeit mit euch.

Herzliche Grüße, Ingrid

 

 

 

 

 

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Was Stoffmäuse mit schlaflosen Nächten zu tun haben

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Es gibt viele gute Ratschläge, was man in schlaflosen Nächten so alles machen sollte oder könnte…Kreuzworträtsel lösen, an Sudokos verzweifeln, warme Milch trinken oder  Stoffmäuschen herstellen. Bei mir im Ort wohnt eine sehr nette Dame mit Namen Rose Strobel. Mittlerweile ist besagte Rose 82 Jahre alt und ihr Mittel gegen Schlaflosigkeit: Stoffmäuse nähen. Sie stellt sie seit mehr als 30 Jahren her –  mehr als 1000 sollen es schon gewesen sein – im Sommer bei brütender Nachthitze zieht sie dafür nächtens sogar in den kühlen Keller. Was macht man nun mit sovielen Mäusen? Rose und ihr Mann verschenken sie zu besonderen Gelegenheiten an liebe Menschen. Ich finde es schön, daß ich diese Geschichte erfahren durfte und an euch -zusammen mit der Anleitung, wie man sie näht – weitergeben darf.

Rose, die übrigens Schneidermeisterin ist und lange Jahre als selbstständige Kleidermacherin hier im Ort gearbeitet hat, sagt, sie fühlt sich beim Herstellen der Mäuse, wie eine Hebamme, die den Tierchen zur Geburt verhilft. Richtig verstehen konnte ich das erst, als ich selber die Mäuse nachgenäht habe. Wenn man sie nach dem Zusammennähen wendet und dann mit Füllmaterial ausstopft, läßt sich bereits das kleine Geschöpf erahnen, das gleich nach dem Aufmalen (oder Sticken) der Augen und des Näschens so süß vor einem sitzt.

Möchtest du auch Stoffmäuschen nähen? Schon im nächsten Monat beginnt der Advent, da kann man sie gut gebrauchen: zum Schmücken vom Adventskranz (ich weiß schon wie unserer aussieht…) oder sonstiger Dekoration, zum Spielen für die Kinder oder so wie Rose es macht, als kleines Geschenk.

Das brauchst du:

  • Stoffreste
  • Lederreste für die Ohren
  • Nähgarn
  • Füllmaterial
  • Wollfaden (z.B. Stopfgarn) für den Schnurrbart
  • Bindfaden für den Schwanz
  • Marker zum Aufmalen der Augen und der Nasenspitze

Und so geht`s:

1. Zuschnitt:  Schnitt zum Download für dich: Stoffmaus

  • 2 x Seitenteil
  • 1 x Boden
  • 2 x Ohren

 

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2. Die Ohren zusammenklappen (rechte Seite innen) und zwischen die eingeschnittenen Schlitze stecken, Schlitz zusteppen. Das ist gar nicht so einfach, je nachdem wie man das Ohr hinlegt, steht es nachher keck ab oder liegt an. Man sieht das auch bei meinen Mäusen, die mittlere lauscht angestrengt, während die linke ein bißchen eingeschüchtert aussieht – richtige kleine Charaktere. Am Besten, selber herausfinden, wie du es magst.

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3. Die Seiten rechts auf rechts zusammenstecken – dabei darauf achten, daß die Quernaht aufeinandertrifft – und bei 0.5 mm im Geradstich zusammensteppen. Anfang und Ende gut verriegeln.

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4. Den Boden an die Seitenteile stecken.

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5. Vom Boden her steppen, dabei mittig hinten den Bindfaden (langes Stück ist innen!) mitfassen, ca. 3 cm zum Befüllen offen lassen.

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6. Wenden, mit Füllmaterial ausstopfen, die Öffnung mit der Hand möglichst unsichtbar zunähen. Augen und Näschen aufmalen oder sticken.IMG_0773 Kopie

7. Wer mag, macht der Maus noch einen Schnurrbart: Das Garn doppelt durch die Nasenspitze ziehen, verknoten und auf die gewünschte Länge abschneiden.IMG_0775 Kopie IMG_0778 Kopie

Zugegeben beim ersten Mäuschen tat ich mich schwer, alles so klein und fizzelig. Aber das 2. und 3. ging schon viel schneller von der Hand. Es macht einfach Spaß und sie sind doch einfach Zucker oder? Was machst (nähst) du in deinen schlaflosen Nächten, magst du es uns erzählen…

Herzlichst

 Ingrid

Mit Dank an Frau und Herrn Strobel für das nette Zusammensein und die Apfelküchle mit Sahne.

PS: Wenn dir die Anleitung gefällt, freue ich mich über deinen Kommentar oder ein „like“. Das spornt mich an, weitere Gratistutorials zu schreiben:)

verlinkt beim selbermachermarathon

Geschrieben am

Mädchenbluse für meine Süße

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Seit langem geplant – endlich umgesetzt. Eine süße Mädchenbluse für meine Kleine. Ich bin ja eine bekennende  Blusenliebhaberin und auch -trägerin. Das liegt wohl daran, daß ich mehrere Jahre ausschließlich Damenblusen entworfen habe. Bluse – das klingt irgendwie antiquiert – ist es aber ganz und gar nicht und es gibt diesen Herbst soviele neue stylische Interpretationen zum Thema Bluse, wie schon lange nicht mehr.
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Damit nichts aus der Hose/Rock rutscht, habe ich am Bund gleich einen Gummizug gemacht. Auch als Ärmelabschluß, denn so kleine Finger haben keine Geduld mit noch kleineren Knöpfen, die in Knopflöcher hinein sollen.

Schnitt: selbergemachtIMG_0685_1 IMG_0686_1 IMG_0674_1

Die Filztasche ist mit Verlaub auch von mir…IMG_0701_1Auch mit Blusen geht’s ab in die Bäume. Wie gefällt euch das? Zieht ihr euren Kindern nur noch Shirts an oder gibt’s ab und an mal ein Hemd oder eine Bluse? Das würde mich interessieren.

Verlinkt ist dieser Beitrag bei creadienstag und Meitlisache

Filztasche: b-patterns